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Artikel vom Samstag, 11. Mai 2019

Tagung: „Die Pariser Friedensverträge 1919/20 und ihre Folgen“

Die Tagung in der Akademie Meran vom 16. bis 18. Mai nimmt sich die vergleichende Betrachtung der Friedensverträge in einem größeren europäischen Kontext zum Ziel. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auch auf den Vertrag von St. Germain und seine Auswirkungen auf Südtirol gelegt. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Die österreichische Delegation in St. Germain mit Franz Klein, Karl Renner und Johann Eichhoff.

Die österreichische Delegation in St. Germain mit Franz Klein, Karl Renner und Johann Eichhoff. - Foto: D

Mit Kriegsende 1918 galt es, Europa – nach dem Zerfall der Großreiche (Deutsches / Russisches /Osmanisches Reich / Habsburgermonarchie) – von Grund auf zu ordnen. Für mehr als ein Jahr blickte die Welt auf Paris, wo in den Schlössern der Vororte von den Siegermächten das künftige Europa entworfen wurde. In den Konferenzen sollte auf das von Wilson vorgebrachte Prinzip des Selbstbestimmungsrechtes der Völker Bezug genommen werden. Die konkreten Verhandlungen zeigten aber auch, wie sich das tatsächliche Verhältnis zwischen Sieger- und Verliererstaaten in der politischen Realität gestaltete.

Die Tagung nimmt sich die vergleichende Betrachtung der Friedensverträge zum Ziel. Dabei sollen die einzelnen Beiträge drei Schwerpunkte berücksichtigen, die einen solchen Vergleich sowohl aus der zeitlichen Unmittelbarkeit der Verträge 1919/20 als auch in einem Abstand von 10 Jahren danach ermöglichen, wo in vielen Staaten bereits ein erster Rückblick stattfand: Worauf basierte die Grundlage der internationalen Beziehungen zwischen den Staaten und wie wurden diese in der Realität umgesetzt? Gab es merkbare gesellschaftlich-politische Kontinuitäten über die Epochenschwelle 1918 hinaus und, wenn ja, wie äußerten sich diese? Wie gestalteten sich die Verfassungsrealitäten in den Nachfolgestaaten v.a. im Hinblick auf die Frage nach dem Verhältnis von Minderheiten und Mehrheiten?

Der Freitagnachmittag ist im Besonderen den Folgen der Pariser Verträge für Südtirolgewidmet. Zahlreiche internationale Experten sind der Einladung der wissenschaftlichen Leiter Brigitte Mazohl und Kurt Scharr gefolgt: Hans-Jürgen Schröder, Eckart Conze, Thomas Olechowski, Rudolf Gräf, Matteo Proto, Francesco Palermo, Oswald Überegger, Igor Narskij und Andreas Gottsmann. Zudem werden im Rahmen der Tagung neuere Forschungen junger Nachwuchswissenschaftler präsentiert.

Termin und Programm:

  • 16.05.19 – Eröffnungsvortrag 18.00 Uhr
  • 17.05.19 – Vorträge 09.00-12.30 Uhr und 14.00-15.30 Uhr
  • 18.05.19 – Posterpräsentation 09.00-10.00 Uhr, Vorträge 10.30-12.30 Uhr

Veranstalter: Akademie Meran, ÖAW (Österreichische Akademie der Wissenschaften)

Veranstaltungsort: Akademie Meran, Innerhoferstr. 1, 39012 Meran

stol

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