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Artikel vom Sonntag, 18. August 2019

57 Migranten aus Boot vor Lampedusa gerettet

Die italienische Küstenwache hat nahe Lampedusa 57 Migranten auf einem Boot entdeckt und auf die Insel gebracht. Es handle sich wahrscheinlich um Tunesier, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag.

Wahrscheinlich stammen die Menschen aus Tunesien.

Wahrscheinlich stammen die Menschen aus Tunesien.

Demnach befand sich das Boot vor der Küste von Lampione, einer unbewohnten Nachbarinsel von Lampedusa. Unter den Migranten waren eine schwangere Frau und ein Junge, der offenbar einen Nervenzusammenbruch erlitten hatte. Ein Arzt untersuchte ihn, bevor er mit den anderen am Samstagabend in ein Aufnahmezentrum gebracht wurde.

Vor Lampedusa harrt derzeit das spanische Rettungsschiff „Open Arms“ mit Dutzenden geretteten Migranten aus und wartet auf einen Hafen zum Einlaufen. Kurz vor einer möglicherweise gefährlichen Eskalation an Bord hatte Italiens Innenminister Matteo Salvini am Samstag erlaubt, dass 27 unbegleitete Minderjährige an Land gehen dürften. Am späten Abend twitterte die Hilfsorganisation Open Arms, die 27 hätten das Schiffe verlassen können. Zwei weitere Minderjährige blieben an Bord, da sie nicht alleine reisen. Damit befinden sich nun noch 107 Migranten auf der „Open Arms“.

Zwischen Anfang Januar und Anfang Juli erreichten knapp 3100 Migranten per Boot Italien, wie Matteo Villa von der Denkfabrik ISPI schätzt. Lediglich acht Prozent von ihnen – etwa 246 – seien von Hilfsorganisationen gerettet worden.

dpa 

Klaudia Verdross, Meran

Bewohner des Urlaubslandes Tunesien müssen also auch "gerettet" werden. Wieso gehen die nicht nach Tunesien zurück, das wäre ein sicherer Hafen für "Seenotgerettete"

19.08.2019 00:17 Uhr

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