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Artikel vom Donnerstag, 7. Dezember 2017

Außenminister Alfano verzichtet auf Kandidatur

Der italienische Außenminister Angelino Alfano, der am Donnerstagnachmittag am OSZE-Ministerrat in Wien teilnimmt, verzichtet auf eine Kandidatur bei den Parlamentswahlen im Frühjahr.

Angelino Alfano verzichtet auf eine Kandidatur bei den Parlamentswahlen 2018.

Angelino Alfano verzichtet auf eine Kandidatur bei den Parlamentswahlen 2018. - Foto: LaPresse

Er habe Ministerpräsident Paolo Gentiloni darüber informiert, erklärte Alfano, Chef der Regierungspartei „Alleanza Popolare“, bei der von RAI 1 gesendeten Polit-Show „Porta a Porta“ am Mittwochabend.

Nach fünf Jahren als Innen- und Außenminister sowie nach vier Legislaturperioden im Parlament verzichte er auf eine erneute Kandidatur. „Ich verlasse das Parlament, aber nicht die Politik“, sagte der 47-jährige Alfano, der mit seiner Splitterpartei in dieser Legislaturperiode stets die Regierung unterstützt hatte.

Schlüsselfigur der italienischen Politik

Jahrelang galt der Sizilianer als politischer Ziehsohn Silvio Berlusconis, der im Juni 2011 von diesem die Führung der Partei Volk der Freiheit (PdL) anvertraut bekam. Alfano war nicht nur ein treuer politischer Mitarbeiter des Medienunternehmers. Mit seiner dreifachen Funktion als Innenminister, Vizepremier und PdL-Chef zählte er zu den Schlüsselfiguren der italienischen Politik.

2013 kam es zu einem Bruch zwischen Berlusconi und Alfano, der sich politisch selbstständig machte und die neue Mitte-Rechts-Kraft „Nuovo Centrodestra“ gründete. Später wechselte er den Parteinamen zu „Alleanza Popolare“.

Viel Kritik in Zusammenhang mit Flüchtlingspolitik

Alfano wollte zum Anführer einer neuen, europaorientierten, gemäßigten Rechten aufrücken, was ihm aber laut Kritikern nicht gelungen ist. Während seiner Amtszeit als Innenminister in der Regierung Renzi 2014 bis Dezember 2016 musste er gerade von den Rechtskräften viel Kritik einstecken, vor allem im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise.

apa

 

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