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Artikel vom Mittwoch, 16. November 2016

Berlusconi forciert Kampagne für „Nein“ zu Referendum

Zweieinhalb Wochen vor dem Referendum am 4. Dezember forciert Ex-Premier Silvio Berlusconi seine Kampagne gegen die Verfassungsreform von Matteo Renzi.

Silvio Berlusconi

Silvio Berlusconi - Foto: LaPresse

Berlusconi appellierte am Mittwoch an die Italiener, beim Referendum mit „Nein“ zu stimmen.

„Es ist absurd zu behaupten, dass Italien ins Chaos stürzen würde, wenn das 'Nein' beim Referendum gewinnt. Das ist eine Waffe, die Renzi nutzt, um die Italiener zu erschrecken“, sagte Berlusconi in einem Interview mit dem Radiosender RTL. Renzis Reform sei gefährlich für die Demokratie.

Vor allem das neue, in der Verfassungsreform enthaltene Wahlgesetz kritisierte Berlusconi scharf, weil es dem Wahlsieger seiner Ansicht nach eine zu starke Mehrheit gebe.

Auf den Einwand, seine konservative Forza Italia habe sich doch in der Anfangsphase selbst am Entwurf des Reformtextes beteiligt, antwortete Berlusconi, dass seine Gruppierung auf die Zusammenarbeit mit Renzi verzichtet habe, sobald sie begriffen hatte, dass der Premier eine für sich maßgeschneiderte Reform über die Bühne bringen wolle.

Auch Renzi wirbt unterdessen weiterhin mit voller Energie für ein „Ja“. Der Regierungschef gab erneut zu verstehen, dass er zurücktritt, sollte die Volksbefragung mit „Nein“ ausgehen.

apa

 
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