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Artikel vom Sonntag, 19. Mai 2019

Biden will weitere Trump-Amtszeit verhindern

Bei seinem ersten großen Wahlkampfauftritt hat der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden das Verhindern einer weiteren Amtszeit von US-Präsident Donald Trump als wichtigstes Ziel ausgegeben. Ohne ins Detail zu gehen, nannte Biden am Samstag vor Anhängern in Philadelphia den Klimaschutz sowie die Gesundheits- und die Energieversorgung als seine politischen Prioritäten.

Joe Biden hat klares Ziel vor Augen. - Foto: APA (AFP/Getty)

Joe Biden hat klares Ziel vor Augen. - Foto: APA (AFP/Getty)

”Das Wichtigste, um das zu schaffen, ist es, Trump zu besiegen”, fügte der ehemalige US-Vizepräsident hinzu. „Trump besiegen, Trump besiegen, Trump besiegen”, wiederholte der 76-Jährige danach. Den amtierenden republikanischen Präsidenten titulierte Biden als „Chef-Spalter” und verglich ihn mit „Tyrannen und Diktatoren”. Trump sei eine „Bedrohung” für die Demokratie, weil er Attacken gegen die Justiz, den Kongress und die Medien fahre, kritisierte Biden in seiner etwa halbstündigen Rede.

Zu der Kundgebung waren nach Angaben der Sicherheitskräfte an Ort und Stelle etwa 6.000 Menschen gekommen. Mit Philadelphia wählte Biden die Stadt als Veranstaltungsort, in der die US-Verfassung geschrieben wurde. Außerdem befindet sich hier das Hauptquartier von Bidens Kampagnenteam.

Um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bewerben sich bereits 23 Politiker. Biden ist Umfragen zufolge derzeit der aussichtsreichste Anwärter. Er hatte unter Trumps Amtsvorgänger Barack Obama acht Jahre lang als Vizepräsident gedient und blickt außerdem auf 35 Jahre im US-Senat zurück. Bereits 1988 und 2008 hatte er sich um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei beworben.

Um im parteiinternen Rennen um die Präsidentschaftskandidatur 2020 zu punkten, setzt Biden offenbar darauf, seinen Rückhalt bei moderaten Demokraten zu festigen und diejenigen anzusprechen, deren Hauptinteresse in der Abwahl Trumps liegt. Über seine Mitbewerber sagte Biden am Samstag, ihm werde niemals „ein böses Wort über einen anderen Demokraten” über die Lippen kommen.

apa/ag.

 

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