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Artikel vom Freitag, 24. Mai 2019

Boot mit 57 Migranten erreichte Lampedusa

Ein Boot mit 57 Migranten an Bord, das von der Küste Libyens abgefahren ist, hat am Freitag die süditalienische Insel Lampedusa erreicht.

Foto: APA/AFP

Das Boot wurde von den Hafenbehörden unweit der Insel gesichtet. Zwei Schiffe eskortierten die Migranten bis zum Hafen. An Bord befanden sich Menschen aus Marokko, Algerien, Syrien, Libyen, Gambia und Bangladesch.

Noch unklar ist, wie das Boot direkt Lampedusa erreichen konnte, ohne in internationalen Gewässern gesichtet zu werden, berichteten italienische Medien. Ein weiteres Schlauchboot mit Migranten an Bord sei 47 Seemeilen südöstlich von Lampedusa in maltesischen Gewässern unterwegs. Ein Tankschiff mit Bahamas-Flagge sei zur Rettung der Migranten kontaktiert worden.

„Die Migranten landen nicht in Italien, Maltas Behörden werden sich darum kümmern“, erklärte der italienische Innenminister Matteo Salvini.

Der Flüchtlingszahl in Richtung Italien hat im Mai wieder zugenommen. Von den 1.425 Migranten, die seit Anfang 2019 Italien erreicht haben, trafen die Hälfte – circa 700 Personen – allein im Monat Mai ein. Das Innenministerium in Rom berichtete, dass die Zahl der 2019 eingetroffenen Migranten um 86 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 rückgängig seien. Seit dem 1. Jänner 2019 seien 2.530 Migranten in die Heimat zurückgeführt worden.

Salvini betreibt eine Politik der „geschlossenen Häfen“. Private Rettungsschiffe dürfen in Italien meist nicht einlaufen.

apa

 

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