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Artikel vom Dienstag, 13. März 2018

Di Maio: „Werden Italien nicht im Chaos versinken lassen“

Italiens Fünf Sterne-Spitzenkandidat Luigi Di Maio hat seine feste Absicht bekräftigt, nach dem Sieg seiner Bewegung bei den Parlamentswahlen Regierungsverantwortung zu übernehmen. „Wir wollen Italien nicht im Chaos versinken lassen“, sagte Di Maio am Dienstag im Gespräch mit ausländischen Journalisten in Rom.

Di Maios Partei hat mit 32 Prozent als stärkste Einzelpartei die Wahlen gewonnen.

Di Maios Partei hat mit 32 Prozent als stärkste Einzelpartei die Wahlen gewonnen. - Foto: APA/AFP

„Wir wollen Italien regieren, um die Probleme zu lösen, die seit 30 Jahren auf eine Antwort warten. Wir dürfen nicht die Gelegenheit versäumen, uns in den Dienst der Italiener zu stellen. Wir sind heute eine der stärksten politischen Kräfte Europas“, sagte Di Maio. Er sei zum Dialog mit anderen Parteien bereit, die das Fünf Sterne-Programm unterstützen wollten.

Di Maios Partei hat mit 32 Prozent als stärkste Einzelpartei die Wahlen gewonnen. Sie verfügt jedoch nicht über die Stimmenmehrheit im Parlament und müsste nach Verbündeten suchen, um eine Regierung auf die Beine zu stellen.

Di Maio will Programm zum Abbau der Staatsschulden 

„Niemand kann behaupten, dass unser Regierungsprogramm extremistisch ist. Wir wollen weder den Austritt aus der EU noch aus dem Euroraum vorantreiben“, erklärte Di Maio. Mit der EU-Kommission sei er bereit, ein Programm zum Abbau der Staatsschulden zu vereinbaren. „Wir wollen Wirtschaftsmaßnahmen im Einklang mit Brüssel und nicht gegen Brüssel umsetzen. Wir wollen die Verschuldung mit Wirtschaftswachstum und nicht mit Sparpolitik reduzieren, wie es andere EU-Länder auch tun“, sagte Di Maio.

„Hinter mir steht ein ganzes Team“

Der Wahlsieg seiner Bewegung sei eine „Ohrfeige“ für Italiens Traditionsparteien und ihrer veralteten politischen Methoden. „Uns geht es nicht um die Verteilung von Sesseln, sondern um die Lösung der Probleme Italiens“, so der 31-Jährige. Für den Posten als Premier fühle er sich nicht zu jung. „Hinter mir steht ein ganzes Team. Bei uns zählt nicht die einzelne Person, sondern die Bewegung“, meinte Di Maio.

Am 23. März trifft sich neu gewähltes Parlament 

Die Italiener hätten am 4. März „postideologisch“ gewählt. „Die Italiener wählen nicht mehr rechts oder links, sondern für ein bestimmtes Wahlprogramm. Rechte und Linke zählen nicht mehr“, sagte der Premierkandidat. Seine Bewegung beanspruche für einen ihrer Vertreter einen Posten als Parlamentspräsident. „Die Wahl der Parlamentspräsidenten hat nichts mit den Regierungsverhandlungen zu tun“, erklärte Di Maio. Das neu gewählte Parlament kommt erstmals am 23. März zusammen.

apa

 

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