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Artikel vom Sonntag, 26. Mai 2019

EU-Wahl: Lega wird stärkste Partei in Italien, PD knapp vor 5 Sternen

Bei den EU-Parlamentswahlen in Italien rückt die Lega zur stärksten Partei auf, der PD liegt laut Hochrechnungen knapp vor der Fünf-Sterne-Bewegung. Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini dankt für das Wahlergebnis.

Matteo Salvini und seine Lega sind Wahlsieger in Italien.

Matteo Salvini und seine Lega sind Wahlsieger in Italien. - Foto: APA/AFP

Die Lega von Innenminister Matteo Salvini geht aus der EU-Wahl in Italien als stärkste Einzelpartei hervor. Laut Hochrechnungen schaffte es die Partei auf beeindruckende 30 Prozent der Stimmen. Die Lega regiert seit Juni 2018 mit der Fünf-Sterne-Bewegung in Rom. Bei den EU-Wahlen 2014 hatte die Lega noch eher bescheidene 6 Prozent der Stimmen erobert, bei den Parlamentswahlen im März 2018 waren es 17 Prozent.

Auf dem zweiten Platz landete laut den Hochrechnungen die oppositionelle Demokratische Partei (PD), die laut Hochrechnungen auf 21,8 Prozent kam. Bei den EU-Parlamentswahlen 2014 hatten die Sozialdemokraten noch 40 Prozent der Stimmen erobert, bei den Parlamentswahlen in Italien im März 2018 waren es 18 Prozent gewesen.

Der Koalitionspartner der Lega, die Fünf-Sterne-Bewegung, kam laut Hochrechnungen auf 20,7 Prozent der Stimmen und somit auf Platz drei. Derzeit ist die Partei um Vizepremier Luigi Di Maio mit 32 Prozent die stärkste Einzelkraft im italienischen Parlament. Die rechtskonservative Oppositionspartei Forza Italia um Expremier Silvio Berlusconi musste sich mit 9,8 Prozent der Stimmen begnügen. Die postfaschistische Partei „Brüder Italiens“ (Fratelli d ́Italia) schaffte es auf 6 Prozent.

Salvini dankte den Italienern mit einem auf Twitter veröffentlichten Foto für das Wahlergebnis. Auf dem Bild ist der Lega-Chef mit einem Plakat in der Hand zu sehen. „Stärkste Partei in Italien. Danke!“ ist auf dem Blatt zu lesen. „Es ist ein historisches Ergebnis. Zum ersten Mal wird die Lega Italiens stärkste Partei. Es ist klar, dass sich die Italiener erwarten, dass die Lega in der Regierungskoalition in Rom das Sagen hat“, kommentierte der Lega-Fraktionschef in der Abgeordnetenkammer Riccardo Molinari.

Laut dem Vizepräsidenten des Senats und Spitzenpolitiker der Lega, Roberto Calderoli, geht die Regierungskoalition in Rom gestärkt aus den EU-Parlamentswahlen hervor. „Die EU-Wahlen sind zwar kein Vertrauensvotum für die Regierung. Fest steht jedoch, dass Lega und Fünf-Sterne-Bewegung zusammen weit die Mehrheit der Stimmen erhalten“, so Calderoli. Die Schwelle von 30 Prozent zu erreichen, galt für die Lega als entscheidend.

Auch die oppositionelle PD-Partei begrüßte das Wahlergebnis. „Vor einem Jahr sprach man von einem Zwei-Parteien-System aus Lega und Fünf-Sterne-Bewegung. Jetzt haben wir bewiesen, dass sich der Trend geändert hat. Wir dürften zur zweitstärksten Partei aufgerückt sein“, so der Spitzenpolitiker der PD-Partei und Ex-Justizminister Andrea Orlando. Nach einer schweren Niederlage bei den Parlamentswahlen im März 2018 hat die PD einen neuen Parteichef, Nicola Zingaretti, gewählt.

Die Schließung der italienischen Wahllokale um 23 Uhr bildete den Schlusspunkt der Europawahl in Italien. 51 Millionen Staatsbürger waren zu den EU-Parlamentswahlen aufgerufen. Sie wählten 73 Mandatare für das EU-Parlament. Die Wahlbeteiligung lag laut noch vorläufigen Angaben bei 53 Prozent, bei den EU-Parlamentswahlen 2014 waren es 58,6 Prozent.

apa

Walter Bamer, Bozen

Die Arbeit der Lega ist eher die: - vorgezogene Neuwahlen: Kosten von 315 Mio. Euro - 49 Mio. Euro Parteigelder veruntreuen - die MwSt. 2020 auf 25% und 2021 auf 26,5% erhöhen - das Wirtschaftswachstum auf 0 setzen - das Land lähmen - jeden Tag streiten - die Neuverschuldung für 2020 auf 3% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) hochfahren - den Faschismus hoffähig machen - Klimawandel ignorieren - Hetze gegen Andersdenkende - Steueramnestien erlassen (für wen wohl) - Das jetzige Italien ist aggressiv und intolerant geworden - der Papst als Oberhaupt der Katholiken wird von vermeintlichen Christen in Frage gestellt

04.06.2019 12:28 Uhr

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Klaudia Verdross, Meran

@Herr Frodo, ich denke, dass eine künftige Islamisierung und europäische Kulturzerstörung nicht unbedingt besser sind. Darum bleibe ich lieber bei den "Marktschreiern" denn diese garantieren den Grenzschutz und die Kultur Erhaltung der jedweiligen Länder, wo sie regieren. Mr. Trump hat die Grenzen der USA geschützt, was Demokraten wie Obama oder Clinton nicht getan hätten. Salvini hat die illegale Einwandung um 91 Prozent reduziert. Das sind Leistungen von verantwortungsvollen Politikern. Den Namen "Marktschreier" verdienen Andere. Ich möchte hier keine Namen schreiben.

28.05.2019 22:58 Uhr

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Andy Aichner, Meran

haben die werten stol-Mitarbeiter dermaßen Angst vor meinen Kommentaren, daß diese immer mal wieder gelöscht werden müssen - während andrer Schwachsinn stehen bleibt? tolle "pressefreiheit"....

27.05.2019 11:11 Uhr

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Herr Frodo, Brixen

@Klaudia: Ich habe schlechte Neuigkeiten für dich. Wenn man die Zukunft des Planeten in die Hände solcher Marktschreier wie Trump und Salvini legt, ist eine lebenswerte Zukunft für die Kinder erst recht nicht möglich. Die wissenschaftlichen Erkentnisse dazu sind schon lange nicht mehr abstreitbar.

27.05.2019 00:10 Uhr

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Klaudia Verdross, Meran

Es ist bedauerlich, dass der PD so viele Stimmen abbekommen hat. Seine Wähler haben offenbar nichts aus Renzis und Gentilonis Regierungszeiten gelernt. Italien geht mit dieser Partei den Bach hinunter! Zum Glück überholt die Lega, deren Wähler noch einen gesunden Menschenverstand haben, die linken Gutmenschen, die meinen, man müsste den Nationalstaat abschaffen, damit man die ganze Welt verbrüdert. Die Einwanderung unbegrenzter Asylschmarotzer in die nationalen Sozialkassen scheint diese verblendetten Pseudo Ideologen nicht zu stören. Eben so wenig die Zukunft ihrer Kinder, die sie zu erwartende wirtscfhaftliche Armut und Islamisierung.

26.05.2019 23:46 Uhr

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5 Kommentare

 

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