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Artikel vom Mittwoch, 19. Juni 2019

Fragmente von Tanker weisen laut US-Marine auf Iran hin

Die USA haben am Mittwoch von neuen Belegen für einen iranischen Angriff auf zwei Öltanker vergangene Woche im Golf von Oman gesprochen. Spezialisten der US-Marine präsentierten im Hafen von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten Teile, bei denen es sich um Fragmente der verwendeten Haftminen und einen Magneten handeln soll.

Der Vorfall verschärfte die Sorge vor einem Krieg. - Foto: APA (AFP)

Der Vorfall verschärfte die Sorge vor einem Krieg. - Foto: APA (AFP)

Die nach dem Angriff auf die japanische „Kokuka Courageous” geborgenen Teile hätten eine „auffällige Ähnlichkeit” mit entsprechenden Sprengsätzen, die bei iranischen Militärparaden präsentiert worden seien, sagte Kommandant Sean Kido. Dagegen ließen sich die Schäden am Schiff nicht mit dem Einschlag eines Flugobjekts vereinbaren. Es seien zudem biometrische Daten wie Fingerabdrücke sichergestellt worden.

Am Donnerstag vergangener Wochen waren zwei Tanker im Golf von Oman von Unbekannten angegriffen und beschädigt worden. Das japanische Unternehmen hinter der „Kokuka Courageous” hat von „zwei fliegenden Objekten” gesprochen, die den Tanker beschädigt hätten. Die USA und Saudi-Arabien machen die Regierung in Teheran für die Angriffe verantwortlich. Die USA haben ein Video veröffentlicht, dass iranische Einheiten beim Entfernen eines Blindgängers zeigen soll. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück.

Der Golf von Oman ist über die Straße von Hormuz mit dem Persischen Golf verbunden. Die Straße von Hormuz ist einer der wichtigsten Wasserwege weltweit und spielt vor für Öltransporte aus der Golfregion eine zentrale Rolle.

Der Vorfall verschärfte zusammen mit dem Atomstreit zwischen den USA und dem Iran die Sorge vor einem Krieg. Die Außenminister von Deutschland und Frankreich, Heiko Maas und Jean-Yves Le Drian, kündigten am Mittwoch in Paris an, gemeinsam die Spannungen lindern zu wollen. Es gebe dafür noch genug Zeit, sagte Le Drian, „aber nur wenig Zeit”. Maas sagte, die Gefahr eines Krieges am Golf bestehe weiter.

apa/ag.

 

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