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Artikel vom Donnerstag, 10. Januar 2019

Gestohlene „Stolpersteine“ in Rom werden ersetzt

20 „Stolpersteine“ für deportierte Juden, die im Dezember in Rom gestohlen worden waren, sollen ersetzt werden. Wie Kathpress am Donnerstag unter Berufung auf due Zeitung „Corriere della Sera“ (Donnerstag) Kathpress berichtete, werden am kommenden Dienstag und Mittwoch im Stadtteil Monti neue derartige Gedenksteine eingelassen.

In Rom hatten Unbekannte mehrere Stolpersteine gestohlen. - Foto: Ansa

In Rom hatten Unbekannte mehrere Stolpersteine gestohlen. - Foto: Ansa

Darüber hinaus sollen demnach bei jeweils kurzen Gedenkfeiern 25 zusätzliche „Stolpersteine“ in diversen Stadtteilen verlegt werden. Mitte Dezember hatten Unbekannte in der römischen Altstadt ins Pflaster eingelassene Messingplaketten mit den Namen und Lebensdaten einer jüdischen Familie herausgerissen. Die 20 Plaketten waren im Jänner 2012 durch den Initiator der „Stolperstein“-Initiative Gunter Demnig in der Via Madonna dei Monti 82 verlegt worden.

Die von der jüdischen Gemeinde finanzierten kleinen Gedenksteine erinnerten an die Familie Di Consiglio, die in dem Haus unweit des Forum Romanum lebte. Angehörige starben sowohl im Zug der Deportationen durch die deutsche Besatzung 1943 als auch in Zusammenhang mit späteren Erschießungen.

Die für das Gedenkprojekt in Italien zuständige Adachiara Zevi machte das politische Klima in Italien für diesen „faschistischen und antisemitischen Angriff“ mitverantwortlich. Die Regierung stachele zum Hass gegen andere auf, erklärte sie laut italienischen Medien damals.

Der Präsident der Region Latium, Nicola Zingaretti, bezeichnete die Geste als „schändlich“ und als Beleidigung des Gedenkens an jüdische Bürger, die im Konzentrationslager gestorben seien.

In Rom gibt es nach Auskunft der Initiative rund 200 „Stolpersteine“. Weltweit sind in insgesamt rund 25 Ländern – daraunter zahlreiche in Österreich – mittlerweile 70.000 der kleinen Mahnmale verlegt.

apa

 

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