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Artikel vom Sonntag, 18. August 2019

IS bekennt sich zu Angriff auf Hochzeitsfeier in Kabul

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat sich zu dem Anschlag in einer Hochzeitshalle in der afghanischen Hauptstadt Kabul am Samstagabend (Ortszeit) bekannt. In einer am Sonntag über das Internet verbreiteten Nachricht hieß es, ein Selbstmordattentäter habe bei einer Versammlung von „Häretikern“ eine Sprengstoffweste gezündet.

Die Terrormiliz hat den Anschlag für sich reklamiert.

Die Terrormiliz hat den Anschlag für sich reklamiert. - Foto: shutterstock

Als Sicherheitskräfte zu dem Ort geeilt seien, hätten andere IS-Kämpfer noch eine Autobombe gezündet. Das afghanische Innenministerium bestätigte jedoch nur das Selbstmordattentat auf die Hochzeit. Die Mitteilung ließ sich zunächst nicht unabhängig verifizieren, sie wurde aber über die üblichen Kanäle verbreitet, über die die Terrormiliz auch bisher Anschläge für sich reklamierte.

Der Angriff war die tödlichste Attacke in Afghanistan seit Jahresbeginn. Offiziellen Angaben zufolge wurden dabei mindestens 63 Menschen getötet und mindestens 182 weitere Menschen verletzt. Nach UNO-Angaben handelte es sich um eine Hochzeitsfeier von Schiiten. Der sunnitische IS hat in der Vergangenheit in Afghanistan immer wieder Schiiten angegriffen, die sie als Ungläubige betrachten.

Die UNO-Mission in Afghanistan (UNAMA) verurteilte den Anschlag in Kabul. Ein bewusster Angriff auf die Zivilbevölkerung sei „empörend und zutiefst beunruhigend“, sagte Tadamichi Yamamoto, der Sonderbeauftragte des UNO-Generalsekretärs für Afghanistan, einer Mitteilung am Sonntag zufolge. Der Angriff könne nur als feige Tat des Terrors bezeichnet werden.

apa/dpa 

 

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