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Artikel vom Sonntag, 9. September 2018

Italien: Kein Shopping am Sonntag

In Italien sollen Einkaufszentren künftig an Sonn- und Feiertagen geschlossen bleiben. Dies verkündete Arbeitsminister Luigi di Maio bei einer Rede am Sonntag in Bari. „Wir werden definitiv bis Jahresende ein Gesetz verabschieden“, sagte der Chef der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung bei einer Messe in der apulischen Hafenstadt. Er begründete dies mit dem Schutz der Angestellten.

Minister Luigi Di Maio

Minister Luigi Di Maio

Die Ladenöffnungszeiten waren 2011 unter der Regierung von Ministerpräsident Mario Monti liberalisiert worden.

Die Arbeit an Sonn- und Feiertagen zerstöre die italienischen Familien, sagte di Maio. Sein Koalitionspartner, die eigentlich unternehmerfreundliche rechte Lega, befürwortet die Rücknahme der Öffnungszeiten ebenfalls.

Es liegt schon ein Gesetzentwurf vor, der Ausnahmen unter anderem für Restaurants und Cafés sowie für Geschäfte in Touristenorten vorsieht.

Mit der Novelle wollen die Regierungspartner auch kleine Ladenbesitzer vor der Konkurrenz großer Ketten schützen, die mehr Personal haben, um ihre Türen sonn- und feiertags offen zu halten.

Auch die katholische Kirche befürwortet die Sonntagsruhe.

dpa

Josef Troger, Leifers

Mit den zwei Regierungsparteien, ist sogar die Kirche einverstanden ? Familien müssen nur von "Ladenangestellten" geschützt werden ? Mit so gravierenden Argumenten, muss ein Gesetz geändert werden ?

10.09.2018 12:44 Uhr

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1 Kommentar

 

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