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Artikel vom Freitag, 12. Juli 2019

Kritik an Salvini nach Aufruf zur Aufnahme streunender Hunde

Innenminister Matteo Salvini sorgt mit einem Aufruf zur Aufnahme von streunenden Hunden für Kritik. Die mehr als 100 Hunde waren nach der Schließung des größten Flüchtlingslager Europas in Mineo nahe der sizilianischen Stadt Catania zurückgeblieben. Kirchenvertreter warfen Salvini vor, Tieren mehr Respekt als Menschen entgegenzubringen.

Matteo Salvini zeige mehr Mitleid mit Tieren als mit Menschen, so der Vorwurf. - Foto: Ansa

Matteo Salvini zeige mehr Mitleid mit Tieren als mit Menschen, so der Vorwurf. - Foto: Ansa

Per Facebook rief der Chef der Lega am Donnerstag dazu auf, die 117 streunenden Hunde aufzunehmen oder für die Versorgung der Vierbeiner zu spenden. „117 Hunde sind die letzten Gäste der Flüchtlingseinrichtung, die wir wie versprochen geschlossen haben. Bis zum 31. August müssen diese Freunde ein neues Zuhause finden“, so Salvini.

Der Appell sorgt für massive Kritik bei Vertretern der katholischen Kirche, die dem Innenminister vorwarf Tieren zu helfen, aber nicht Migranten.

„Italien ist ein Land, in dem das Aussetzen von Hunden ein Verbrechen ist. Menschen sich selbst zu überlassen, ist aber kein Verbrechen“, protestierte der Bischof der sizilianischen Stadt Caltagirone, Calogero Peri.

„Hunde sind Lebewesen, die größten Respekt verdienen. Aber die Menschen? Ich hätte gern den selben Respekt für Personen, die in ihrer Würde verletzt worden sind“, kritisierte auch der bekannte sizilianische Anti-Mafia-Priester Luigi Ciotti in Anspielung auf den umstrittenen rigorosen Einwanderungskurs Salvinis.

Auch der Linkspolitiker Nicola Fratoianni übte Kritik an Salvini: „Es ist verwerflich, Hunde auszusetzen. Doch ich frage mich: Wie kann man so viel Aufmerksamkeit für die Rechte der Tiere und so viel Missachtung für die Menschen zeigen?“

apa

Martin Wieser, Stuttgart

@Kirchhoff: Di "Pfoffn" hom (zim. laut Artikl) et gsog, dass di Hunte sich et selbo zi helfn wissn, sondorn dass is Aussetzn fa Hunde (wi a ondra Haustiere) zi Recht strofbor isch. @Weger: Di 117 Hunde, de do vowildorn san obo erscht recht ka guita Soche fi di Umgebung fa den Logo. Desweign hot do Salvini do ausnohmswaise sogor Recht wenna schaug, dassze unto a Doch kem. Dass mir sischt (zim. fi mi) inzwischn fi zi viel Hunde hom isch a ondra Gschicht und Problem. @Scheidegger: Tjo, solong is Auslond no ibon Salvini lochn konn isch olls guit.. Viele lochn pa saina sischtign Aussogn nimma.

12.07.2019 18:20 Uhr

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Christoph Scheidegger, Hersiwil Schweiz

Der italienische Innenminister hat tatsächlich nichts anderes zu tun, als sich um 100 streunende Hunde zu kümmern; darüber lacht das Ausland!!!!!!

12.07.2019 17:32 Uhr

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Paul Weger, Bozen

Lieber Paul, erstens muss du wissen, dass das dem Salvini wieder Stimmen mehr bringt und zweites sollst du wissen, dass das Hundproblem - ich sag das ganz bewusst - Hundeproblem schon so akut ist, dass es nicht lange dauern kann, dass es Hundefreie Strände und Hundefreie Hotels/Pensionen und Hundefrei Stadt und Drofzentrums geben wird. Ja ein 'Tier ist auch ein Lebewesen wie ein Wurm und eine Wespe, die man, wenn sie nervt, einfach erschlägt ..... Aber das Hauptproblem sind die Hundehalter, die über alle Regeln hinweg mit dem Hund ohne Leine spazieren gehen, die die Hunde in die Wiesen der Bauern schicken, um ....... die die Hunde auf den Balkon schicken, wenn sie mit dem Bellen in der Wohnung nerven (aber die Nachbarn sollen es aushalten!!!). Mir tut es nur leid um die "paar" echten Hundehalter, die dadurch auch ins Kreuzfeuer kommen .........

12.07.2019 14:45 Uhr

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Paul Kirchhoff, Albstadt

Ich denken mal, die Pfaffen verkennen die Hilflosigkeit der Tiere und sollten sich mal in der Bibel zu diesem Thema „schlau“ machen !

12.07.2019 14:30 Uhr

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4 Kommentare

 

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