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Artikel vom Sonntag, 18. August 2019

London fürchtet Versorgungs-Engpässe bei hartem Brexit

Für den Fall eines harten Brexit rechnet die Regierung in London einem Medienbericht zufolge mit Engpässen bei Lebensmitteln, Benzin und Medikamenten. Sollte Großbritannien kein Austrittsabkommen mit der Europäischen Union (EU) abschließen, drohten zudem eine Blockade an den Häfen und eine harte Grenze zu Irland, schreibt die Zeitung „Sunday Times” unter Berufung auf Regierungsdokumente.

Der Brexit soll spätestens am 31. Oktober vollzogen werden. - Foto: APA

Der Brexit soll spätestens am 31. Oktober vollzogen werden. - Foto: APA

Die Behörde Cabinet Office prognostiziere in diesen Unterlagen die wahrscheinlichsten Nachbeben eines ungeordneten EU-Austritts Großbritanniens. Demnach müssten Lastkraftwagen wegen der Zollkontrollen mit Verzögerungen von bis zu zweieinhalb Tagen rechnen. An den Häfen dürften die Störungen bis zu 3 Monate dauern, bis sich der Zustand etwas verbessere. Außerdem könnte es zu landesweiten Protesten kommen.

Der britische Premierminister Boris Johnson hatte angekündigt, den Brexit spätestens am 31. Oktober vollziehen zu wollen, mit oder ohne ein Abkommen mit der EU. Ende Juli hatte Johnson erklärt, die Vorbereitungen für einen Austritt ohne Vertrag in allen Bereichen zu beschleunigen - von den Häfen über Banken bis zu den Krankenhäusern.

Ein ungeregelter EU-Ausstieg, der Handelsströme und Lieferketten zu unterbrechen droht, wird als Konjunkturkiller gefürchtet. Er dürfte die Wirtschaft nach Ansicht der britischen Notenbank letztlich in die Rezession stürzen.

apa/ag.

 

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