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Artikel vom Freitag, 12. Juli 2019

NATO „besorgt“ über Lieferung russischer S-400-Raketen in die Türkei

Die NATO hat sich am Freitag „besorgt“ über die Lieferung des ersten Teils der russischen S-400-Luftabwehrsysteme an die Türkei geäußert. „Wir sind besorgt über die möglichen Konsequenzen der Entscheidung der Türkei zum Kauf des S-400-Systems“, sagte ein NATO-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP.

Die NATO zeigt sich besorgt über die Lieferung russischer Raketen in die Türkei.

Die NATO zeigt sich besorgt über die Lieferung russischer Raketen in die Türkei. - Foto: shutterstock

Die NATO hatte wiederholt gewarnt, das russische System sei nicht kompatibel mit dem Luftverteidigungssystem des westlichen Bündnisses.

Auch Deutschland hatte in der Vergangenheit die Türkei vor dem Kauf der S-400 gewarnt, doch hielt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan trotz aller Bedenken seiner Partner an dem Geschäft fest. „Die Kompatibilität unserer Streitkräfte ist grundlegend für die Ausführung unserer Operationen und Einsätze“, sagte der NATO-Vertreter nun. Er rief die Türkei auf, mit ihren NATO-Partnern bei dem Aufbau eines Luftverteidigungssystems zusammenzuarbeiten.

Ungeachtet drohender Sanktionen der USA waren am Freitag die ersten S-400-Luftabwehrraketen aus Russland auf einen Militärflughafen bei Ankara geliefert worden. Die USA hatten ihren NATO-Partner wiederholt gewarnt, der Vollzug des Rüstungsgeschäfts werde „negative Konsequenzen“ haben. Der Türkei droht nun der Ausschluss vom Programm zur Produktion des F-35-Kampfflugzeugs.

apa/afp

 

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