Startseite » Politik im Überblick » Politik

Artikel vom Donnerstag, 11. Oktober 2018

Österreich: Ehe und Partnerschaft für alle fix

Jetzt ist es fix: Ab 1. Jänner stehen in Österreich sowohl Ehe als auch Eingetragene Partnerschaft allen - Homo- und Heterosexuellen - offen. Die österreichische Regierung hat sich auf Betreiben der FPÖ noch bemüht, eine Lösung zu finden, um die Ehe Heterosexuellen vorzubehalten. Dies ist nicht gelungen, teilten die Klubobmänner August Wöginger (ÖVP) und Walter Rosenkranz (FPÖ) Donnerstagnachmittag mit.

Die Ehe für alle kommt mit Beginn 2019. - Foto: APA (Symbolbild)

Die Ehe für alle kommt mit Beginn 2019. - Foto: APA (Symbolbild)

Wöginger und Rosenkranz merkten an, dass - wie schon bekannt war - weder SPÖ noch NEOS bereit sind, die traditionelle Ehe zwischen Mann und Frau mit Zweidrittelmehrheit in der Verfassung zu verankern. Also „hat die ÖVP/FPÖ-Koalition mit ihrer einfachen Mehrheit im Nationalrat die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs zu akzeptieren, der die Ehe auch für Homosexuelle geöffnet hat”. Denn eine - von der FPÖ geprüfte - einfachgesetzliche „Reparatur” würde laut Rechtsexperten einem VfGH-Spruch nicht standhalten. merkten die Klubobmänner an.

Hoch erfreut, aber mit Kritik an der „rückwärtsgewandten” Regierung reagierten SPÖ und NEOS auf die Mitteilung der Koalitions-Klubchefs. „Auch die Koalitionsparteien akzeptieren endlich das Urteil des Verfassungsgerichtshofes”, so der SPÖ-Abg. Mario Lindner und sprach von einem „guten Tag für die Gleichstellung in unserem Land”.

„Traurig“ fand er es, dass die Regierung Monate der öffentlichen Diskussion „für die simple Erkenntnis gebraucht hat, dass das Urteil unseres Höchstgerichts umzusetzen ist”. Denn der Verfassungsgerichtshof hat schon im Dezember 2017 entschieden, dass das Eheverbot für Homosexuelle ab 1. Jänner 2019 nicht mehr gilt.

Der stv. NEOS-Klubchef Niki Scherak „freute” sich, dass ÖVP und FPÖ „jetzt offensichtlich auch endlich verstanden haben”, dass die NEOS - ebenso wie die SPÖ - nicht für eine Zwei-Drittel-Mehrheit zur Verfügung stehen. Dass Österreich nur dank des VfGH-Spruchs im 21. Jahrhundert angekommen ist, sei allerdings „ein Armutszeugnis für die rückwärtsgewandte Bundesregierung”. Das Parlament hätte selbst die Ehe reformieren und öffnen sollen - und sollte jetzt zumindest „gleich ein modernes Eherecht” beschließen. Aber jedenfalls sei es „großartig”, dass nun ab 1. Jänner Ehe und Eingetragene Partnerschaft allen offenstehen.

apa

Klaudia Verdross, Meran

Bei solchen Regelungen ist es nicht verwunderlich, wenn die Renten Einzahler immer weniger werden und der Staat meint, er müsse auf die sich stark vermehrenden, aber für den Arbeitsmarkt unbrauchbaren Zuwanderer zurückgreifen.

11.10.2018 22:42 Uhr

Melden

1 Kommentar

 

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite

zur Startseite Nicht mehr anzeigen
Verpassen Sie keine wichtigen Artikel mehrAktivieren Sie die Benachrichtigungen
AktivierenMehr Infos