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Artikel vom Montag, 23. April 2018

Regionalwahlen im süditalienischen Molise: Berlusconis Block vorn

Bei den Regionalwahlen im süditalienischen Molise bahnt sich ein Sieg der Mitte-rechts-Allianz von Ex-Premier Silvio Berlusconi an. Die Ergebnisse der Regionalwahlen in der kleinen Regionen könnten indirekt auch Auswirkungen auf die Regierungsverhandlungen in Rom haben.

Bei den Regionalwahlen im süditalienischen Molise bahnt sich ein Sieg der Mitte-rechts-Allianz von Ex-Premier Silvio Berlusconi an.

Bei den Regionalwahlen im süditalienischen Molise bahnt sich ein Sieg der Mitte-rechts-Allianz von Ex-Premier Silvio Berlusconi an. - Foto: shutterstock

Nach Zählung der Hälfte der Stimmen, liegt der Berlusconi-Kandidat Donato Toma mit 45 Prozent der Stimmen vorn. Der Kandidat der Fünf Sterne-Bewegung Andrea Greco kommt auf lediglich 34 Prozent der Stimmen. Der Mitte-Links-Bewerber Carlo Veneziale musste sich mit 17 Prozent begnügen. Sollten dieses Ergebnis bestätigt werden, wäre dies eine Enttäuschung für die Fünf Sterne-Bewegung, die in Molise bei den Parlamentswahlen am 4. April 44 Prozent der Stimmen erobert hatte und mit einem Sieg in der Region gerechnet hatte.

Beeinflusst wurde die Wahl von einer hohen Zahl der Stimmenenthaltungen. Lediglich 52 Prozent der 284.000 Wahlberechtigten gingen zu den Wahllokalen, das sind 20 Prozent weniger als bei den Parlamentswahlen. Die Wahlen in Molise sind der erste Wahltest nach den Parlamentswahlen. Das Ergebnis könnte die Fünf Sterne-Bewegung bei den Verhandlungen zur Regierungsbildung auf Bundesebene schwächen.

Mattarella muss am Montag über weitere Vorgehen entscheiden 

Nach dem ergebnislosen Ende einer Konsultationsrunde unter Führung von Senatspräsidentin Maria Elisabetta Alberti Casellati muss Italiens Staatsoberhaupt Sergio Mattarella am heutigen Montag über das weitere Vorgehen entscheiden. Nicht ausgeschlossen wird, dass Mattarella den Präsidenten der Abgeordnetenkammer, Roberto Fico, Spitzenpolitiker der Fünf-Sterne-Bewegung, mit Sondierungen beauftragt.

In diesem Fall müsste Fico die Möglichkeit einer Regierung aus der Fünf-Sterne-Bewegung und Demokratischen Partei (PD) prüfen. Die PD bekräftigte jedoch ihre Absicht, in die Opposition zu gehen. Der mit Berlusconi verbündete Chef der rechtspopulistischen Lega, Matteo Salvini, bemüht sich indes weiter, eine Regierung auf die Beine zu stellen. „Ich tue alles, um Italien eine Zukunft zu geben“, twitterte Salvini am Sonntag.

EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani dementierte indes Risse in der Mitte-rechts-Allianz. Einen Bruch zwischen Lega und Berlusconis Partei Forza Italia schloss Tajani aus. „Salvini wird die Wahlallianz nicht brechen, um zum Stellvertreter von (Fünf Sterne-Spitzenpolitiker) Luigi Di Maio zu werden. Salvini wird seine Verbündeten nicht verraten“, meinte Tajani, der mit Berlusconi zu den Gründern der konservativen Forza Italia zählt.

apa

 

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