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Artikel vom Montag, 11. Februar 2019

Regionalwahlen in den Abruzzen: Lega stärkste Partei

Vorangetrieben von dem Erfolg der Regierungspartei Lega hat der Mitte-Rechts-Kandidat Marco Marsilio laut vorläufigen Ergebnissen die Regionalwahlen in der mittelitalienischen Region Abruzzen gewonnen, zu denen am Sonntag 1,2 Millionen Wähler aufgerufen waren. Die Lega, die im Bündnis mit sechs Mitte-Rechts-Formationen am Urnengang teilnahm, rückte mit 27,9 Prozent zur stärksten Einzelpartei auf.

Lega-Chef und Innenminister Matteo Salvini hatte sich an mehreren Wahlkampfauftritten in der Apenninregion mit der Hauptstadt L ́Aquila beteiligt und den Mitte-Rechts-Kandidaten Marsilio zum Erfolg geführt.

Lega-Chef und Innenminister Matteo Salvini hatte sich an mehreren Wahlkampfauftritten in der Apenninregion mit der Hauptstadt L ́Aquila beteiligt und den Mitte-Rechts-Kandidaten Marsilio zum Erfolg geführt. - Foto: APA/AFP

Lega-Chef und Innenminister Matteo Salvini hatte sich an mehreren Wahlkampfauftritten in der Apenninregion mit der Hauptstadt L ́Aquila beteiligt und den Mitte-Rechts-Kandidaten Marsilio zum Erfolg geführt. Marsilio, der von Anfang an als Favorit im Rennen galt, siegte nach Auszählung der Mehrheit der Stimmen mit 49 Prozent. Marsilio gehört nicht der Lega, sondern der mit der Salvini-Partei verbündeten Rechtskraft „Brüder Italiens“ (FdI – Fratelli d ́Italia), an. Die Wahlbeteiligung lag bei 53 Prozent.

Der scheidenden Vizepräsidenten des Obersten Richterrats (CSM), Giovanni Legnini, der für die Mitte-Links-Allianz ins Rennen gezogen war, schaffte es auf Platz zwei. Er eroberte laut vorläufigen Angaben 31,2 Prozent der Stimmen. Die Demokratische Partei (PD), die ihn unterstützte, kam lediglich auf 11 Prozent der Stimmen.

Die Kandidatin der Fünf-Sterne-Bewegung Sara Marcozzi, schaffte es lediglich auf 19,3 Prozent der Stimmen. Für Marcozzi war Vizepremier und Fünf-Sterne-Chef Luigi Di Maio persönlich in den Wahlkampf gezogen. Die Rechtsanwältin hatte bereits bei den Regionalwahlen 2014 kandidiert, es jedoch nur auf den dritten Platz geschafft. Die Fünf-Sterne-Bewegung halbierte ihre Stimmen gegenüber den Regionalwahlen 2014 von 40 auf 18,9 Prozent. Marcozzis Niederlage gilt als Signal der sinkenden Popularität der Fünf-Sterne-Bewegung, die unter der Konkurrenz der Lega leidet. Die beiden Kräfte regieren zusammen in Rom.

Bei den Regionalwahlen wurde mit dem Proporzsystem gewählt. Vorgesehen ist eine Vier-Prozent-Sperrklausel für Parteien, die ohne Listenverbindungen kandidieren. Einen weiteren Stimmungstest für die Regierung wird es am 24. Februar geben. An diesem Tag finden Regionalwahlen auf Sardinien statt.

apa

 

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