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Artikel vom Montag, 24. Juli 2017

Schulz fordert in Flüchtlingskrise Solidarität mit Italien

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise mehr Solidarität mit Italien gefordert.

Es müsse eine „gerechte Verteilung“ geben, meinte Schulz.

Es müsse eine „gerechte Verteilung“ geben, meinte Schulz. - Foto: LaPresse

„Es geht um die Verteilung von Flüchtlingen in Europa und darum, dass Italien Unterstützung braucht, damit sich Situationen, wie wir sie 2015 hatten, nicht wiederholen“, sagte Schulz am Sonntag in den ARD-„Tagesthemen“. Es gehe darum, dass „Italien nicht im Stich gelassen wird“.

Schulz plädiert für gerechte Verteilung

Es sehe jedoch wieder ganz danach aus, dass die EU „die Solidarität in Europa, die wir dringend brauchen, nicht zustande kriegt“, kritisierte Schulz. Zugleich forderte der SPD-Politiker ein „Einwanderungsrecht in Europa“.

„Die Leute sollen nicht in einen System der Hoffnungslosigkeit getrieben werden, sondern in ein System der Hoffnung auf einen fairen Zugang“, sagte Schulz. Dazu müsse es aber auch eine „gerechte Verteilung“ geben. „Es kann nicht sein, dass nur wenige Länder die Flüchtlinge aufnehmen, da müssen sich alle dran beteiligen“, forderte Schulz.

93.000 Ankünfte in Italien

Die Lage in Italien hatte sich zuletzt so sehr verschärft, dass sich das Land an der Kapazitätsgrenze sieht. Bis Mitte Juli kamen nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in diesem Jahr mehr als 110.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa – mehr als 93.000 erreichten die EU über einen italienischen Hafen.

apa/afp

 

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