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Artikel vom Mittwoch, 13. Juni 2018

Spaniens Königsschwager muss bis Montag Haft antreten

Der wegen Betrugs und Veruntreuung zu knapp sechs Jahren Gefängnis verurteilte spanische Königsschwager Inaki Urdangarin muss seine Haftstrafe nach Medienberichten bis Montag antreten. Der Ehemann der Infantin Cristina nahm die Ladung zum Strafantritt am Mittwoch am Landgericht der Balearen persönlich in Empfang. Gegen das Urteil könnte Urdangarin noch vor das Verfassungsgericht ziehen.

Der spanische Königsschwager Inaki Urdangarin könnte Berufung einlegen. - Foto: APA (AFP)

Der spanische Königsschwager Inaki Urdangarin könnte Berufung einlegen. - Foto: APA (AFP)

Der 50-Jährige habe eine Frist von fünf Tagen bekommen, um sich die Vollzugsanstalt auszusuchen und sich dort zu präsentieren, berichteten Medien unter Berufung auf die Justiz. Am Mittwoch beging Cristina auch ihren 53. Geburtstag.

Das Oberste Gericht hatte am Dienstag die 2017 gegen Urdangarin verhängte Gefängnisstrafe in leicht gemilderter Form bestätigt. Demnach muss der Schwager von König Felipe VI. für fünf Jahre und zehn Monate hinter Gitter. Der Ex-Handballstar war im Februar 2017 auf Mallorca wegen Veruntreuung von sechs Millionen Euro Steuergeldern sowie wegen Urkundenfälschung, Geldwäsche und Betrugs zu sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

Die Regierung könnte beim König noch eine Begnadigung beantragen. Und Urdangarín könnte außerdem noch vor das Verfassungsgericht ziehen. Falls die Richter die Berufungsklage akzeptieren, könnten sie den Königsschwager bis zu einem Urteil auf freien Fuß lassen. All diese Möglichkeiten gelten aber als unwahrscheinlich.

apa/dpa

 

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