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Artikel vom Donnerstag, 18. Juli 2019

Todesstrafe nach Mord an Touristinnen in Marokko

Gut ein halbes Jahr nach dem brutalen Mord an zwei skandinavischen Touristinnen in Marokko sind drei der Hauptangeklagten zum Tode verurteilt worden. Die 25 bis 30 Jahre alten Männer aus Marokko wurden am Donnerstag von einem für Terrorismus zuständigen Gericht in Salé für den Mord an den beiden jungen Frauen verurteilt, wie lokale Medien berichteten.

Anwälte warteten auf die Ankunft der Verdächtigen Foto: APA (AFP)

Anwälte warteten auf die Ankunft der Verdächtigen Foto: APA (AFP)

Louisa Vesterager Jespersen und Maren Ueland wurden grausam ermordet. - Foto: Facebook

Louisa Vesterager Jespersen und Maren Ueland wurden grausam ermordet. - Foto: Facebook

Im Mai hatte einer der Hauptverdächtigen die Tat gestanden. Die Rucksack-Touristinnen aus Norwegen und Dänemark waren Mitte Dezember im Nationalpark Toubkal unweit von Marrakesch ermordet worden. Nach Polizeiangaben wurden sie in ihrem Zelt überfallen und geköpft. (STOL hat berichtet)

Im Mittelpunkt des Verfahrens standen insgesamt vier Verdächtige, die der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in einem Video einen Treueeid geleistet hatten. Der vierte Hauptverdächtige sei zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Insgesamt standen in dem Mordfall 24 Angeklagte vor Gericht. Ihnen wurde vorsätzlicher Mord, illegaler Waffenbesitz und die Gründung einer Terrorgruppe vorgeworfen. Die anderen Angeklagten bekamen Freiheitsstrafen zwischen fünf und 30 Jahren.

Der Mord hatte in Marokko zu einem öffentlichen Aufschrei geführt, viele Marokkaner hielten Mahnwachen für die Opfer ab. Die Todesstrafe wird in Marokko zwar verhängt, in der Regel aber nicht ausgeführt.

apa/ag.

 

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