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Artikel vom Freitag, 14. September 2018

Trumps Ex-Helfer will aussagen

Paul Manafort, der frühere Wahlkampfleiter von US-Präsident Donald Trump, hat sich bereit erklärt, bei den Ermittlungen zur Russland-Affäre zu kooperieren. Bei einer Anhörung vor Gericht in Washington bekannte sich Manafort am Freitag zugleich einer Verschwörung zum Betrug an den Vereinigten Staaten schuldig. Sein Schuldplädoyer gab er im Rahmen einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft ab.

In zwei Anklagepunkten bekannte sich Manafort schuldig. - Foto: APA (AFP)

In zwei Anklagepunkten bekannte sich Manafort schuldig. - Foto: APA (AFP)

Das Geständnis von Manafort bedeutet einen neuen juristischen Rückschlag für US-Präsident Donald Trump in der Russland-Affäre. Manafort bekannte sich als Teil einer Vereinbarung mit dem Sonderermittler Robert Mueller schuldig. Eine Anhörung dazu war im Laufe des Tages vor einem Bundesgericht in Washington geplant.

Manafort bekannte sich den Unterlagen zufolge in zwei Punkten schuldig: Der Verschwörung gegen die USA und einer Verschwörung zur Justizbehinderung. Fünf andere Anklagepunkte wurden fallengelassen. Manafort war im vergangenen Monat von einem Geschworenengericht in Virginia in mehreren Punkten schuldig gesprochen worden.

Dem 69-Jährigen droht aus dem Verfahren eine langjährige Haftstrafe. In dem zweiten Prozess in Washington sollte eigentlich am Montag die Auswahl der Geschworenen beginnen. Dieser Teil des Verfahrens wird durch das Schuldeingeständnis hinfällig.

Manafort sei ein „tapferen Mann”

Nach der Verurteilung in Virginia hatte Trump Manafort auf Twitter als „tapferen Mann” gelobt, der dem Druck widerstanden habe, einen Deal mit der Staatsanwaltschaft zu schließen. Das Geständnis im zweiten Verfahren kommt wenige Wochen vor der Kongresswahl Anfang November.

Unklar ist, wie sich die Nachricht auf die Anhänger des Präsidenten auswirken wird. Nach dem ersten Schuldspruch hatte ein Trump-Vertrauter erklärt, dies werde den Aussichten für die Zwischenwahl schaden.

apa/ag.

 

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