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Artikel vom Mittwoch, 13. Juni 2018

„Umgang mit Aquarius tief beschämend“

Der Streit um das tagelang im Mittelmeer dümpelnde Flüchtlings-Rettungsschiff „Aquarius“ ist nach den Worten von UNO-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi „tief beschämend“. „Ich schäme mich als Europäer, wenn ein Boot herumfahren muss und keinen Hafen hat, in dem es anlegen kann“, sagte Grandi am Mittwoch in Genf.

Das Rettungsschiff Aquarius sorgt weiterhin für Diskussionen. - Foto: Facebook

Das Rettungsschiff Aquarius sorgt weiterhin für Diskussionen. - Foto: Facebook

„Die Rettung auf dem Meer ist sakrosankt, egal wer in einem Boot ist.“ Italien hat der „Aquarius“ mit mehr als 600 Flüchtlingen an Bord die Landung verweigert. Spanien nimmt die Menschen nun auf.

Grandi räumte ein, dass Migrationsströme immer komplexer würden, weil sowohl schutzbedürftige Flüchtlinge als auch Migranten auf der Suche nach einem besseren Leben unterwegs seien. Er zeigte auch Verständnis für Italien, das in der Europäischen Union mehr Solidarität und Hilfe bei der Versorgung von Flüchtlingen verlangt.

Grundsätzlich müsse sich die Weltgemeinschaft viel mehr Gedanken darüber machen, Fluchtgründe zu bekämpfen. „Solange wir nicht darauf schauen, warum die Menschen fliehen, werden wir das Problem nicht lösen“, sagte Grandi, Chef des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Die Organisation legt nächsten Dienstag ihre neuen Flüchtlingszahlen vor.

apa/dpa

Klaudia Verdross, Meran

@Herr Zanier, es stimmt. Hätten Obama und Clinton Libyen und dessen genialen Staatschef in Ruhe gelassen, hätte man heute wenig Migranten im Land. Italien wehrt sich endlich und lässt sich nicht mehr von den beschämenden Sprüchen linker Gutmenschen, die in Wirklichkeit dazu beitragen, dass Schlepper und Migrantenhändler ihr Unwesen treiben können, manipulieren. Man weis warum man Lega gewählt hat.

13.06.2018 22:34 Uhr

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hermann zanier, Meran

PS2: besteht Europa nur aus Italien?

13.06.2018 18:21 Uhr

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hermann zanier, Meran

PS zu vorhin: der Kritiker Grandi gehört sicher dem PD an (Wetten dass?)

13.06.2018 18:20 Uhr

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hermann zanier, Meran

Anscheinend ist etwas Härte mit den Damen und Herren von der EU notwendig. Für die Balkanroute, die vor allem Deutschland belastete, wurden im Handumdrehen 3,5 Milliarden Euro locker gemacht, um das Problem zu lösen (die Flüchtlinge wurden um dieses einfach in türkische Gefangenenlager gesteckt), Italien hat viele gute Worte und auch hämische Worte, etwa vom deutschen Minister Westerwelle, geerntet. Es wurden viele Massnahmen ausgedacht und angemahnt, nichts ist geschehen, Italien musste selber einige Massnahmen treffen, aber was genug ist, ist genug. Italien hat sehr verantwortungsvoll gehandelt, die medizinische Betreuung gesichert, für Verpflegung gesorgt, die Flüchtlinge waren in keinem Augenblick in Gefahr. Die sogenannten Hilfsorganisationen müssen endlich das Feld räumen, sie helfen nur den Menschenhändlern und das muss aufhören. Die sogenannten Großmächte hätten lieber Lybien in Ruhe gelassen, als ein wohlhabendes Land durch einen bewaffneten Eingriff ins Unheil zu stürzen, nur um sich die Bodenschätze unter den Nagel zu reissen.

13.06.2018 18:19 Uhr

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4 Kommentare

 

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