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Artikel vom Mittwoch, 15. März 2017

Alabas „kleiner Bruder“ Marco Friedl erhielt Bayern-Profivertrag

Der 18-jährige Linksverteidiger aus Nordtirol hat bis 2021 bei den Bayern unterschrieben. Laut Vorstandschef Karl-Heinz habe der talentierte Österreicher „durchaus das Potenzial, bei Bayern zu spielen“.

Marco Friedl (rechts) und David Alaba bei Training des FC Bayern.

Marco Friedl (rechts) und David Alaba bei Training des FC Bayern.

Bayern München hat nach David Alaba einen weiteren vielversprechenden Linksverteidiger aus Österreich. Der Nordtiroler Marco Friedl aus Kirchbichl bei Kufstein hat beim deutschen Fußball-Meister einen Profivertrag erhalten. Der 18-Jährige unterschrieb bis Sommer 2021, gaben die Bayern am Dienstag bekannt.

In München hält man große Stücke auf den Youngster, der Ende Jänner in der Bundesliga gegen Werder Bremen bereits auf der Bank gesessen ist. „Er hat eine sehr gute Entwicklung gemacht“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. „Er spielt auf einer Position, die gut besetzt ist, aber er hat durchaus Potenzial, bei Bayern zu spielen.“

Friedl reiste mit den Bayern im Winter erneut ins Trainingslager nach Katar, trainiert seither regelmäßig mit der ersten Mannschaft. Zum Einsatz gekommen ist der ÖFB-U19-Teamspieler, der am Donnerstag seinen 19. Geburtstag feiert, in der Kampfmannschaft aber noch nicht. Als Linksverteidiger fungieren entweder Alaba oder der Spanier Juan Bernat.

Alaba verbindet mit Friedl eine langjährige Freundschaft. „Er ist wie ein kleiner Bruder für mich“, sagte der ÖFB-Star über den sechs Jahre jüngeren Nordtiroler, der wie er 2008 zu den Bayern gewechselt war und seither oft in dessen Wohnung übernachtet hat. „Er ist ein sehr guter Junge“, meinte Alaba, der seinem Freund viel zutraut: „Er bringt sehr viel mit und kann mehrere Positionen spielen.“

Seinen Profivertrag hat Friedl laut eigenen Angaben bereits vor zwei Wochen unterschrieben. „Das ist eine schöne Sache. Ich hoffe, dass ich auf ein paar Einsatzminuten komme und mich durchsetzen kann“, gab sich der Linksfuß selbstbewusst. Alaba habe ihm immer sehr geholfen. „Er ist ein großes Vorbild für mich. Soweit ist es aber nicht, dass er sich in Acht nehmen muss.“

Dennoch will sich Friedl, der mit starken Leistungen in Bayerns U19 auf sich aufmerksam gemacht hat, bei Trainer Carlo Ancelotti für weitere Chancen empfehlen. „Ancelotti spricht viel mit mir und hat mich im Trainingslager viel gelobt“, sagte der Defensivspieler, der bereits mit zehn Jahren vom FC Kufstein in den Bayern-Nachwuchs gewechselt war – damals noch als Stürmer.

apa

 
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