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Artikel vom Freitag, 9. August 2019

ASGB unterstützt Widmanns Pläne für Sanitätswesen

Der Vorsitzende des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB) Tony Tschenett will die Pläne von Gesundheitslandesrat Thomas Widmann für das Sanitätswesen unterstützen.

Der Autonome Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB) unterstützt die Pläne von Gesundheitslandesrat Thomas Widmann für das Sanitätswesen.

Der Autonome Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB) unterstützt die Pläne von Gesundheitslandesrat Thomas Widmann für das Sanitätswesen. - Foto: D

Es sei, so Tony Tschenett, Vorsitzender des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), eine unwiderlegbare Tatsache, dass das Südtiroler Gesundheitswesen in den letzten Jahren stark heruntergewirtschaftet wurde und Angestellte sowie Patienten gleichsam unter dem Status quo leiden würden. Die durchaus sinnstiftenden Vorschläge zur Reformierung der Brennpunkte seien absolut unterstützenswert.

Die Patienten, so der ASGB-Chef, würden hauptsächlich über lange Wartezeiten für Facharztvisiten und in der Ersten Hilfe klagen: „Wer es sich aktuell leisten kann und fachärztliche Visiten in Anspruch nehmen muss, der sucht aktuell Privatärzte auf.“

Bevölkerung dieselben Voraussetzungen im Gesundheitswesen garantieren

Das Resultat dieser Entwicklung sei eine Spaltung der Gesellschaft – der Wohlhabende werde zeitnahe untersucht, derjenige, der finanziell nicht so gut dasteht, schaue durch die Finger. Es müsse der Anspruch einer wohlhabenden Provinz wie Südtirol sein, allen Bevölkerungsschichten dieselben Voraussetzungen im Gesundheitswesen zu garantieren, meint Tschenett.

„Widmanns Pilotprojekt zur Reduzierung der Wartezeiten, welches in den Abteilungen Augenheilkunde, HNO und Magnetresonanz starten soll, und durch eine effizientere Arbeitsteilung und Zusammenarbeit die Wartezeiten wesentlich verkürzen soll, wird vom ASGB unterstützt, ebenso wie der Plan, die Wartezeiten in der Ersten Hilfe im Krankenhaus Bozen durch strukturelle Änderungen bis Ende 2020 zu halbieren.“

Entwicklungen genau im Auge behalten

Das Bekenntnis Widmanns zur „Festigung der kleinen Spitäler“ sei ganz im Sinne des ASGB, welcher – erinnert Tschenett – von Anfang an das Totsparen der kleinen Spitäler angeprangert hätte.

„Grundsätzlich machen die Pläne Widmanns absolut Sinn und ich hoffe, dass die Resultate auch den ehrgeizigen Plänen entsprechen werden.“ Die Entwicklungen würde die ASGB genau im Auge behalten und man will im Entwicklungsprozess miteinbezogen zu werden. Für die Mitarbeiter sei es unerlässlich, dass der bereichsübergreifende Kollektivvertrag und der Bereichsvertrag für das nichtärztliche Personal zeitnahe abgeschlossen werde, schließt Tschenett.

stol

 

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