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Artikel vom Mittwoch, 13. Juni 2018

Airbnb: Boom mit ungeahnten Folgen

Die Onlineplattform Airbnb ist bei Urlaubern immer beliebter – und sorgt zunehmend für Aufregung. Jüngst entzündete sich die Kritik immer mehr daran, dass Airbnb die Mietpreise in den Stadtzentren in die Höhe treibe. Auch in Südtirol beobachtet der Hoteliers- und Gastwirtverband das Phänomen genau und warnt schon jetzt vor den möglichen Folgen.

Foto: shutterstock

Die Urlauberinsel Mallorca schlägt nun gegenüber Wohnungsvermietungsplattformen, allen voran Airbnb, eine sehr harte Gangart ein: Mit Beginn der Hochsaison am 1. Juli verbietet die Stadtregierung des Hauptortes Palma,  Privatwohnungen an Touristen zu vermieten. Hintergrund sind vor allem die Entwicklungen am Mietmarkt. In den vergangenen 5 Jahren sind die Mietpreise in Palma um 50 Prozent gestiegen. Die Ursache dieser Entwicklung sehen viele in Vermietungsplattformen. Sie machten es für Immobilienbesitzer lukrativer, an Touristen zu vermieten anstatt an Einheimische – dadurch würde der Wohnraum für Letztere knapper, und die Mietpreise teurer, so der Vorwurf.    

Und mit diesem Problem steht Palma nicht allein da: Touristenhochburgen und Großstädte weltweit – egal ob New York, Barcelona, Paris oder Wien – kämpfen mit ähnlichen Entwicklungen.

Auch in Südtirol warnt der Hoteliers- und Gastwirtverband (HGV) vor den Folgen des Airbnb-Booms, wie der „WIKU“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. „Das Phänomen artet auch bei uns allmählich aus“, fürchtet Klaus Berger, HGV-Gebietsobmann für Bozen, Überetsch und das Unterland. Das zeige ein Blick auf die Angebote für Bozen und Meran. Hier sei die Politik gefragt, früh genug gegenzusteuern.

Anders sieht es die Maklervereinigung. Aus ihrer Sicht steigen die Immobilienpreise in Südtirol aus anderen Gründen, „aber nicht wegen Airbnb“, so Präsident Herbert Arquin gegenüber dem „WIKU“.

Mehr über das Phänomen Airbnb und seine Folgen lesen Sie im aktuellen „WIKU“, Beilage des Tagblatts "Dolomiten".
 

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