Startseite » Wirtschaft » Lokal

Artikel vom Dienstag, 23. Juli 2019

Dem Twenty droht ein Schließungsverfahren

Das jüngste Urteil im Fall Twenty könnte bis zu 80 Betriebe im Einkaufszentrum in der Galileistraße in eine problematische Lage bringen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Gemeinde sich am Mittwoch für die Einleitung des Schließungsverfahrens entscheiden wird, berichtet am Dienstag das Tagblatt „Dolomiten“.

Das jüngste Urteil im Fall Twenty könnte bis zu 80 Betriebe im Einkaufszentrum in der Galileistraße in eine problematische Lage bringen. - Foto: D

Das jüngste Urteil im Fall Twenty könnte bis zu 80 Betriebe im Einkaufszentrum in der Galileistraße in eine problematische Lage bringen. - Foto: D

Die Ausschreibung für das Landeseinkaufszentrum wurde möglicherweise nicht in korrekter Art und Weise abgewickelt: Zu diesem Ergebnis ist das Verwaltungsgericht jüngst gekommen. Somit steht das Einkaufszentrum derzeit ohne gültige Lizenz und Baukonzession da.

Auf das Urteil muss die Gemeinde in irgendeiner Form reagieren, denn sie ist jene Körperschaft, die eine Schließung durchführen müsste. „Für Mittwoch haben wir eine Sitzung mit dem Rechtsamt einberufen und werden eine Entscheidung treffen“, sagt der zuständige Wirtschaftsstadtrat Stephan Konder. „Was in Vergangenheit war, können wir nicht mehr ändern, aber jetzt müssen wir die korrekte und richtige Entscheidung treffen“, sagt er gegenüber den „Dolomiten“. Von der Schließung könnten 80 Betriebe betroffen sein, die im Einkaufszentrum angesiedelt sind.

Heikle Angelegenheit

Allein zu erheben, welche Bereiche des 20.000 Quadratmeter umfassenden Einkaufszentrums in den beanstandeten Bereich fallen und welche nicht, ist eine heikle Angelegenheit, und die Gemeinde arbeitet bereits seit einigen Wochen an dieser Frage. Sobald die Stadt den Betreiber (die Podini Holding) darüber benachrichtigt, dass das Schließungsverfahren eingeleitet wird, hat dieser 30 Tage Zeit, um seine Sicht der Dinge darzulegen. Erst dann kann die Gemeinde konkrete Schritte setzen und – wenn notwendig – auch die Schließung durchführen. Bis dahin jedoch könnte bereits eine gerichtliche Verfügung vorliegen, die das Twenty – zumindest für eine Weile – „rettet“.

„Wir werden im August einen Antrag auf Aussetzung des Urteils stellen und gleichzeitig in Berufung gehen“, berichtet Podini-Anwalt Dieter Schramm. Dass der Staatsrat eine Aussetzung gewährt, ist stark anzunehmen, zumal die Schließung des Einkaufszentrums einen großen finanziellen Schaden verursachen würde. In solchen Fällen geht das Gericht üblicherweise auf Nummer sicher und setzt das Urteil aus, bis die nächste Instanz (der Staatsrat) die endgültige Entscheidung fällt. „Wir gehen davon aus, dass es letztendlich nicht zu einer Schließung kommen wird“, erklärt Anwalt Schramm.

D/pir

Mehr Meldungen vom Bezirk

 

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite

zur Startseite Nicht mehr anzeigen
Verpassen Sie keine wichtigen Artikel mehrAktivieren Sie die Benachrichtigungen
AktivierenMehr Infos