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Artikel vom Dienstag, 11. Juni 2019

Exporte nach Österreich und Deutschland gesunken

Im ersten Quartal 2019 werden Waren im Wert von 1.174,5 Millionen Euro aus Südtirol ausgeführt. Dies entspricht einer Abnahme um knapp 3 Prozent gegenüber demselben Quartal 2018. Die Ausfuhren nach Deutschland und Österreich verzeichnen eine Abnahme von 8,2 Prozent bzw. 9,6 Prozent; es steigen hingen jene in die Vereinigten Staaten (+21,6 Prozent) und nach Asien (+19,7 Prozent).

Foto: shutterstock

Die wichtigsten europäischen Zielländer für Exporte sind Deutschland (34,1 Prozent), Österreich (9,4 Prozent), Frankreich (4,4 Prozent) und - außerhalb der EU - vor allem die Schweiz (4,2 Prozent). In diese vier Länder fließen mit insgesamt 52,2 Prozent mehr als die Hälfte aller Ausfuhren. Außerhalb Europas entfällt der größte Teil der Exporte auf Asien und Amerika (9,7 Prozent bzw. 6,5 Prozent). Die Ausfuhren nach Amerika gehen vorwiegend in die Vereinigten Staaten: Insgesamt entfallen 4,5 Prozent aller Exporte auf die USA, die somit an vierter Stelle der wichtigsten Ausfuhrmärkte für Südtiroler Waren stehen.

Abnahme bei Südtirols wichtigstem Exportmarkt

Die Ausfuhren in die EU-Staaten machen 74 Prozent der gesamten Ausfuhren aus und sinken gegenüber dem ersten Quartal 2018 um 6,5 Prozent. Deutschland, Südtirols wichtigster Exportmarkt, verzeichnet eine Abnahme um 8,2 Prozent, Österreich, der zweitwichtigste Markt, eine Abnahme um 9,6  Prozent. Von den anderen Hauptmärkten verzeichnen nur das Vereinigte Königreich (+14,7 Prozent), Spanien (+1,6 Prozent) und Polen (+1,3 Prozent) Zunahmen. Klare Exportrückgänge gibt es hingegen in die Niederlande (-28,8 Prozent) und Frankreich (-11 Prozent).

Die Exporte in die Nicht-EU-Staaten sind gegenüber demselben Quartal des Jahres 2018 beträchtlich gestiegen (+8,9 Prozent). Dabei sind allerdings die Ausfuhren in die europäischen Nicht-EU-Länder (-10,6 Prozent) beträchtlich zurückgegangen, in besonderer Weise jene in die Schweiz (-9,5 Prozent) und jene nach Russland (-13). Die Exporte in nicht europäische Länder sind gestiegen (+18,7 Prozent), im Besonderen die Transaktionen nach Asien (+19,7 Prozent) und Amerika (+11,9 Prozent). Bei jenen nach Amerika sind die Ausfuhren in die USA ausschlaggebend (+21,6 Prozent).

Der Export von Erzeugnissen der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei sinkt deutlich, jener von elektrischen Geräten steigt

Die größten Exportanteile halten die Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (16,8 Prozent), gefolgt von Maschinen und Apparaten anderweitig nicht genannt (14,9 Prozent), den Erzeugnissen der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei (14,7 Prozent), den Fahrzeugen (14,4 Prozent) und den Grundmetallen und Metallerzeugnissen, ausgenommen Maschinen und Anlagen (13,7 Prozent). Diese Sektoren machen drei Viertel der gesamten Ausfuhren (74,6 Prozent) aus. In den anderen wichtigen Sektoren wird eine Zunahme bei Elektrischen Geräte (+17,5 Prozent) und Erzeugnissen des sonstigen verarbeitenden Gewerbes (+4,8 Prozent) registriert, während bei Herstellung von Textilien, Bekleidung, Leder, Lederwaren und Schuhen (-11,1 Prozent), Gummi- und Kunststoffwaren, Glas und Glaswaren, Keramik, anderen Waren aus nicht metallhaltigen Mineralen (-6,8 Prozent) Rückgänge verzeichnet werden; der Sektor Holzwaren, Papier, Pappe und Waren daraus (-0,1 Prozent) bleibt stabil.

In absoluten Zahlen verzeichnen Elektrische Geräte (+8,8 Millionen Euro), Grundmetalle und Metallerzeugnisse, ausgenommen Maschinen und Anlagen (+7,0 Millionen Euro) und Fahrzeuge (+6,3 Millionen Euro) die höchsten Zunahmen. Die deutlichsten Rückgänge gibt es hingegen bei den Ausfuhren der Sektoren Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft (-38,9 Millionen Euro), Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-15,9 Millionen Euro) und die Herstellung von Textilien, Bekleidung, Leder, Lederwaren und Schuhen (-4,0 Millionen Euro).

stol

 

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