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Artikel vom Mittwoch, 13. September 2017

Frauenbeschäftigung auf historischem Höchststand

Die weibliche Berufstätigkeit in Italien hat mit einem Wert von 49,1 Prozent einen neuen Höchststand erreicht. Die weibliche Arbeitslosigkeit und die unfreiwillige Teilzeitbeschäftigungen sind zurückgegangen. Trotzdem oder vor allem deshalb müssen konkrete Maßnahmen getroffen werden, um die Situation der Frauen weiter zu verbessern. Auch in Südtirol.

Die weibliche Berufstätigkeit in Italien hat mit einem Wert von 49,1 Prozent einen neuen Höchststand erreicht.

Die weibliche Berufstätigkeit in Italien hat mit einem Wert von 49,1 Prozent einen neuen Höchststand erreicht. - Foto: shutterstock

„Dieses Beschäftigungsplus, der Rückgang der weiblichen Arbeitslosigkeit um 0,7 Punkte und die Abnahme der unfreiwilligen Teilzeit um 3,1 Punkte sind positive Signale für die Frauen“, erklärt die Südtiroler Parlamentarierin Renate Gebhard.

„Absicherung für das Alter statt Altersarmut“

„Gerade angesichts des beitragsbezogenen Rentensystems bedeutet Arbeit für Frauen vor allem eines: Absicherung für das Alter statt Altersarmut. Denn bei der Rente kommt nur soviel heraus wie eingezahlt worden ist", so die SVP-Kammerabgeordnete. Dabei sind es vor allem Frauen mit Studienabschluss, die auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen haben: 75,6 Prozent der Akademikerinnen hat einen Arbeitsplatz.

Erziehungs- und Pflegezeiten müssen ausgeglichen werden

„In diesem Zusammenhang gilt es auf politischer Ebene weiter für eine bessere Rentenabsicherung jener jungen Mütter zu arbeiten, die in ihrer Erwerbstätigkeit zurückstecken um sich der Erziehung ihrer Kinder und der Pflege von Angehörigen zu widmen“, unterstreicht Renate Gebhard. „Das beitragsbezogene Rentensystem ist an und für sich gerecht, die Erziehungs- und Pflegezeiten müssen jedoch ausgeglichen werden", erklärt Gebhard.

„Danke Mami“ konkrete Maßnahme gegen Rentenschere

Zudem sei diese Anerkennung, die von den SVP-Frauen bereits im Jahr 2010 durch die Unterschriftenaktion „Danke Mami“ in Südtirol und auf gesamtstaatlicher Ebene mit mehr als 110.000 Unterschriften gefordert wurde, eine sehr konkrete Maßnahme gegen die Rentenschere zwischen Mann und Frau sowie gegen die weibliche Altersarmut.

Hartnäckig am Ball bleiben

„Wir müssen hier weiter hartnäckig am Ball bleiben, weshalb ich mich auch in Zukunft für dieses Anliegen verwenden werde“, so Renate Gebhard, „es gibt einen Sozialtisch im Arbeitsministerium, der aktuell daran arbeitet und auch der italienische Arbeits- und Sozialminister Giuliano Poletti hat unlängst das Thema im Zusammengang mit der Anhebung und Angleichung des Renteneintrittsalters aufgegriffen.“

stol

 

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