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Artikel vom Mittwoch, 22. Mai 2019

Smart Land Südtirol: Für eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft

Eine Bewässerungsanlage, die weiß, wann und wie viel Wasser der Boden braucht: In einer Pressekonferenz am Mittwoch wurde das Projekt Smart Land vorgestellt, mit dem die Bewässerung der bewirtschafteten Flächen gezielter und ressourcenschonender möglich wird.

Bodenfeuchtesensoren erfassen und überwachen die verschiedene Daten, die für den Bewässerungsprozess relevant sind. - Foto: GNews

Bodenfeuchtesensoren erfassen und überwachen die verschiedene Daten, die für den Bewässerungsprozess relevant sind. - Foto: GNews

Ein Drittel der Betriebe in Südtirol ist in der Landwirtschaft tätig, 50 Prozent der in Italien verkauften Äpfel werden in Südtirol produziert und vor allem bei den Weißweinen hat Südtirol in Italien eine führende Rolle inne: Die Bedeutung der Südtiroler Landwirtschaft für die ökonomische Entwicklung des Landes ist groß.  

In den Feldern von 60 Südtiroler Obst- und Weinbauern wurden in den vergangenen Wochen mehr als 120 Bodenfeuchtesensoren installiert. Diese sind in der Lage verschiedene Daten, die für den Bewässerungsprozess relevant sind, zu erfassen und zu überwachen.

„Wir haben unser Know-how zusammengebracht, um Technologien zu entwickeln, die früher nur im Labor möglich waren und jetzt flächendeckend in Südtirol eingesetzt werden können“, sagt Sergio Marchiori, Direktor von Alperia Smart Region, der Business Unit von Alperia, welche die Bereiche Innovation und Energieeffizienz voranbringen und Südtirol zu einem Vorzeigemodell machen will. 

Das System informiert den Landwirt über die Bodenfeuchtigkeit und verbindet aktuelle Wetter- und Temperaturdaten. Moderne Technologien der Datenübertragung ermöglichen es, eine systematische Sammlung all dieser Messdaten aus den Feldern in Echtzeit dem Landwirt online zur Verfügung zu stellen. „Dadurch können in Zukunft in der breiten landwirtschaftlichen Praxis Methoden zur Anwendung kommen, welche bisher vorwiegend der Forschung vorbehalten waren“, sagt Martin Thalheimer, Leiter der Arbeitsgruppe „Boden, Düngung und Bewässerung“ vom Versuchszentrum Laimburg, das die Umsetzung des Projekts wissenschaftlich begleitet. 

Eine bedarfsgerechte und vor allem ressourcenschonende Bewässerung der Obst- und Rebanlagen ist ein Kernthema für die erfolgreiche Bewirtschaftung. Indem der Landwirt künftig die Daten der Sensoren in Echtzeit auf seinem Handy abrufen kann, kann er zeitnah auf einen Wassermangel reagieren.

„Dadurch werden sowohl die Qualität der Früchte gesteigert als auch die Erntemenge gesichert und gleichzeitig eine nachhaltige und naturnahe Landwirtschaft ermöglicht – ein Anliegen, das wir stark fördern“, so Hansjörg Hafner, Bereichsleiter Weinbau vom Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau. In diesem gemeinsamen Projekt mit Alperia und Versuchszentrum Laimburg unterstützt der Beratungsring die praktische Umsetzung und fungiert als Bindeglied zwischen den Landwirten und der technologischen Entwicklung und Forschung.

stol

 

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