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Artikel vom Samstag, 10. August 2019

„So machen wir Südtirol kaputt“

Er galt als Mann der klaren Worte. Und er ist es immer noch: Der ehemalige Obmann des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV), Walter Meister, nimmt sich immer noch kein Blatt vor den Mund und zeigt auf, was seiner Meinung nach schief läuft im Südtiroler Tourismus.

Walter Meister spricht mahnende Worte in Bezug auf den Südtiroler Tourismus. - Foto: DLife/ROS

Walter Meister spricht mahnende Worte in Bezug auf den Südtiroler Tourismus. - Foto: DLife/ROS

Der Landespolitik bescheinigt Walter Meister im Interview mit „Dolomiten“-Redakteur Arnold Sorg mutlos geworden zu sein und eher an die kommenden Wahlen zu denken, als an wichtige Entscheidungen. 

Südtirols Tourismus verkaufe sich nach wie vor zu billig, sagt Meister: „Wir haben in Südtirol 5-Sterne-Hotels, die verkaufen ein Zimmer mit Frühstück für 2 Personen für 200 Euro pro Nacht. Das gibt es sonst nirgends auf der Welt.“ Der Grund sei, dass die Südtiroler Hoteliers der Meinung sind, sie müssten ihre Hotels das ganze Jahre über voll ausgelastet haben, um jeden Preis. „Das ist aber der falsche Weg und bringt gleichzeitig große Belastungen für Südtirol mit sich, die nicht gesund sind“, so Meister.

Auch das ungeregelte Bauen stoße ihm sauer auf. „Und die Politiker haben keine Courage, diesem zügellosen Bauen einen Riegel vorzuschieben.“ Mittlerweile, so Meister, „ist es leider so, dass viele unserer Politiker eher an die nächsten Wahlen denken, als an die Entwicklung unseres Landes“.

D/sor

Das gesamte Interview mit Walter Meister lesen Sie in der Samstag-Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

 

Gregor Beikircher, Vahrn

Herr Kamenschek, Sie verwechseln etwas: Alle machen nicht was sie wollen, meistens aber jene, denen sehr viele Wähler aus Opportunismus und eigener Unüberlegtheit die übergroße Macht gegeben haben zu herrschen. Man muss schon unterscheiden, wer in der Regierungsmehrheit steht und wer in der politischen Minderheit und sich abmühen muss, für das Volk sichtbar und offenkundig zu werden und nicht nur für eine bestimmte Lobby, die ohnehin alles in der Hand hat. Öfters zwischen Minderheit und Mehrheit wechseln und mehr direkte Demokratie wären Mittel dem entgegen zu wirken. Die Politiker sind schließlich ja nicht dazu gewählt worden um 5 Jahre lang "Narrenfreiheit" zu haben.

11.08.2019 10:18 Uhr

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Othmer Kamenschek, Niederdorf

Man brauch nur die Diskussionen um die Leibrenten verfolgen , da seiht man worum es den meisten unserer Politjker geht .... UM DIE KOHLE !!! Wir , das Volk sind schon längst nur bei den Wahlen interessant , nachher ,machen alle was sie wollen.

10.08.2019 12:54 Uhr

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hermann zanier, Meran

Wie recht Herr Meister hat. Mutlose Politiker: das ist zumeist das Grundübel, nicht nur im Fremdenverkehr, auch im Gesundheitswesen und in anderen Bereichen.

10.08.2019 09:36 Uhr

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3 Kommentare

 

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