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Artikel vom Dienstag, 10. September 2019

Solland Silicon: Südtiroler Firma erhält Zuschlag zur Bonifizierung

Das Unternehmen Alinvest Meran erhält den Zuschlag zum Abbau der Industrieanlage Solland Silicon und der Bonifizierung des Firmenareals in Sinich. Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Arnold Schuler freuen sich über den Ausgang der Versteigerung.

Die Industrieanlage Solland Silicon in Sinich wird von einer Südtiroler Firma abgebaut, die dann auch das Areal bonifiziert.

Die Industrieanlage Solland Silicon in Sinich wird von einer Südtiroler Firma abgebaut, die dann auch das Areal bonifiziert. - Foto: D

Die Firma Alinvest Meran hat am Dienstag den Zuschlag zum Abbau der Industrieanlage und zur Bonifizierung des Areals der Solland Silicon bei Meran erhalten. Alinvest Meran, an dem zwei Südtiroler Unternehmen beteiligt sind, hat sich gegen 3 Mitbewerber durchgesetzt und den vom Gericht festgelegten Startpreis von 500.000 Euro mit einem Kaufpreis von 1.750.000 Euro um das Dreifache überboten.

Landeshauptmann Arno Kompatscher ist sehr erfreut über diesen Ausgang der Versteigerung: „Wir sind sehr zufrieden, dass mit dem heutigen Zuschlag ein Schlussstrich unter die zuletzt sehr problematische Geschichte dieser Industrieanlage gezogen werden kann.“ Der Landeshauptmann ist zuversichtlich, dass damit der Rückbau des Areals zu einem normalen und harmlosen Gewerbegebiet gelingen werde.

7 Jahre Zeit für Bonifizierung

Der neue Besitzer des Areals verpflichtet sich durch den Kauf, die Anlage nach der Entleerung durch das Land abzubauen und die gesamte Oberfläche innerhalb von 7 Jahren zu bonifizieren und in ein normales Gewerbegebiet umzuwandeln, berichtet Zivilschutzlandesrat Arnold Schuler und betont: „Somit gehört eine potentielle Gefahrenquelle für die Bevölkerung nach deren gänzlichen Entleerung der Vergangenheit an.“

Laut Landeshauptmann Kompatscher wird das Land Südtirol nun die weiteren verwaltungstechnischen Schritte des Konkursverfahrens abwarten. „Anschließend werden wir mit dem neuen Besitzer der Fläche in Kontakt treten, um die nächsten Schritte gemeinsam festzulegen," erklärt Kompatscher.

Bevor mit der Bonifizierung und dem Rückbau begonnen werden kann, muss das Unternehmen einen Bonifizierungsplan erstellen, den die Umweltagentur anschließend überprüft. Erst ein positives Gutachten der Umweltagentur berechtigt die neuen Besitzer des Areals, die Bonifizierung unter Einhaltung aller Umweltstandards vorzunehmen.

lpa

Alexander Schötzer, Lana

„Anschließend werden wir mit dem neuen Besitzer der Fläche in Kontakt treten, um die nächsten Schritte gemeinsam festzulegen." Was heißt das? Mit welchem Gegenwert kann das private Unternehmen rechnen, um die Versteigerungssumme plus die Bonifizierungskosten abzudecken? Was sehen die Versteigerungsbedingungen de facto vor? Ich glaube nicht, dass die abgebauten Materialien und Maschinen diese Spesen aufwiegen. Hat das Unternehmen also auch den Grund mit gekauft?

10.09.2019 19:58 Uhr

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