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Artikel vom Donnerstag, 1. August 2019

Sterzinger Unternehmen baut Seilbahn in Neuseeland

Vergangene Woche ist die neue Kabinenbahn „Sky Waka“ am Mount Ruapehu auf der Nordinsel Neuseelands feierlich eröffnet worden. Gebaut wurde die Seilbahn vom Sterzinger Unternehmen LEITNER ropeways.

Die Seilbahn in Neuseeland. Foto: LEITNER ropeways

Die Seilbahn in Neuseeland. Foto: LEITNER ropeways

In weniger als fünf Minuten transportiert sie bis zu 2600 Personen pro Stunde über die Vulkanlandschaft im Tongariro Nationalpark, welcher UNESCO Weltnatur- und Weltkulturerbe ist. Für die Neuseeländer ist die Bahn die derzeit aufregendste Touristenattraktion des Landes.

Während in vielen Teilen Europas sommerliche Temperaturen herrschen, wird in Neuseeland Ski gefahren. LEITNER ropeways hat für die diesjährige neuseeländische Wintersaison ein Seilbahnprojekt mit einem Investitionsvolumen von 15 Millionen Euro auf der Nordinsel realisiert. Beim Bau der neuen 10er-Kabinenbahn auf den Mount Ruapehu stand man zu Beginn vor der Herausforderung, dass es sich dabei um einen durch Schlamm- und Schuttstörme (Lahare) noch immer aktiven Vulkan handelt, der sich als heiliger Berg im Besitz des Stammes der Māori iwi befindet. Der Berg ist auch bekannt als einer der Drehorte für die bekannte Kinotrilogie „Herr der Ringe“.

Somit erforderte nicht nur die Transportlogistik nach Neuseeland – das Material für die Bahn wurde mit Schiffen transportiert und war zwei Monate unterwegs – sondern vor allem auch die topographische und kulturelle Ausgangslage vor Ort besondere Maßnahmen. Da das gesamte Gebiet außerdem zu einem Nationalpark zählt und damit geschützt ist, ist das Areal nicht mit Autos befahrbar.

Mittels Helikopter-Einsatz temporäre Materialseilbahn errichtet

So errichtete LEITNER ropeways mittels Helikopter-Einsatz eine temporäre Materialseilbahn, um die benötigten Bauteile der Kabinenbahn transportieren zu können.  Zudem spielte auch die Positionierung der Trasse eine entscheidende Rolle. Durch die auch in Zukunft bestehende Gefahr von Laharen mussten die Stützen an jenen Stellen errichtet werden, die als sicheres Gelände gelten.

Auch die Höhe der insgesamt 14 Stützen musste dieser stets drohenden Naturgefahr angepasst werden. Zuletzt sorgten auch die besonderen Wetterbedingungen für weitere technische Adaptionen. Aufgrund möglicher Windspitzen von bis zu 275 km/h wurden in den Kabinen der Bahn jeweils 80 Kilogramm an zusätzlichem Stahl verbaut.

Ross Copland, CEO von Ruapehu Alpine Lifts, betonte bei der Eröffnung der Bahn, dass diese einzigartig in Neuseeland sei und den Berg für die Besucher auf ein neues Levelbringt: „Sky Waka ist nun der Höhepunkt einer jahrelangen Planung und wichtig für unsere Besucher sowie die gesamte Region.“ Das Sky Waka Projekt bringt einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung für die lokale Wirtschaft, die Unterkünfte oder Restaurants und bietet den Einheimischen auch das ganze Jahr über Jobs.

Die 49 Kabinen der neuen Bahn sind mit Panoramafenstern, Ledersitzen und einem Audiosystem ausgerüstet und bringen die Passagiere auf einer Strecke von 1,8 km von der Bruce base area bis zum Knoll Ridge Chalet. Das Knoll Ridge Chalet ist auf einer Höhe von 2020 m und somit das höchstgelegene Restaurant Neuseelands.

LEITNER ropeways war auch auf der Südinsel Neuseelands aktiv. Dort entstand die Seilbahn „Coronet Express II“ in den neuseeländischen Alpen nahe der Stadt Queenstown. Im von NZ Ski betriebenen Skigebiet „Coronet Peak“ realisierte LEITNER ropeways eine neue Telemix-Anlage (Kombination aus Sesselbahn und Kabinenbahn). Da das touristisch beliebte Areal nicht nur im Winter, sondern vor allem im Sommer bei Wanderern und Bikern sehr beliebt ist, ist ein Drittel der Sessel mit praktischen Bike-Halterungen ausgestattet.

stol

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