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Artikel vom Freitag, 9. August 2019

Twenty-Streit: Kompromisslösung ein „Kuhhandel“

Der hds kritisiert die Kompromisslösung im Streit um das Einkaufszentrum aufs Schärfste.

Streit ums Twenty.

Streit ums Twenty.

Anfang Juli wurde der Rekurs der Aspiag-Gruppe und von Tosolini in Bezug auf das Einkaufszentrum Twenty vom Verwaltungsgericht angenommen. „Dies gefährdet nun die Lizenzen und somit die Existenz des Einkaufszentrums in der Galileistraße in Bozen. Seit einigen Tagen steht nun eine so genannte Kompromisslösung im Raum: Alle Beteiligten sollten ihre Rekurse zurückziehen, ihre Projekte fertigstellen, eventuell auch mit einer Verringerung der ursprünglich vorgesehenen Größe,“ betont der hds (Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol) und weist diesen Vorschlag vehement zurück.

„Die Lösung gleicht einem Kuhhandel. Auch wenn sie ein Ende der vielen Rekurse der letzten Jahre bedeuten würde, werden letzten Endes die geltenden Handelsbestimmungen ignoriert. Das können wir so nicht hinnehmen. Die Gesetze müssen für alle gleich gelten, denn ansonsten würde es bedeuten, dass am Schluss immer die Stärkeren gewinnen“, missbilligt der Präsident des hds, Philipp Moser, die Kompromisslösung. „Ein Gleichgewicht im Handel wird mit diesem Vorschlag nicht garantiert, so wie es eine der Parteien behauptet. Ein gesundes Gleichgewicht im Handel herrscht nur dann, wenn ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den einzelnen Akteuren - den kleinen, mittleren und großen Betrieben - besteht“, betont Moser.

hds will Vielfalt im Handel

Um dieses Gleichgewicht zu garantieren, wurde im Jahr 2018 das Landesraumordnungsgesetz abgeändert und die Ausübung des Einzelhandels in Gewerbegebieten neu geregelt. Der Einzelhandel darf nur mehr in eigens ausgewiesenen Zonen stattfinden, die auf Initiative der Landesregierung bestimmt werden.

Der hds spricht sich seit jeher für eine Vielfalt im Handel aus. Es müssen aber die gesetzlichen Normen respektiert und die Regeln von allen eingehalten werden. „Handel muss dort stattfinden, wo die Menschen und somit die Kunden leben. Nur so können unsere Dörfer und Städte lebendig bleiben und eine gute Lebensqualität auch in Zukunft garantiert werden“, unterstreicht Moser abschließend.

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