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Artikel vom Mittwoch, 6. Juni 2018

Woher kommt das Geld?

Am 10. Juni werden die Schweizer über die sogenannte Vollgeld-Initiative abstimmen. Wenn sie sich für die Annahme dieser Volksinitiative entscheiden, würde das zu einem tiefgreifenden Wandel des schweizerischen Geldsystems führen. Worum es dabei geht, erklärt der aktuelle „WIKU“.

Foto: APA/EPA

Vollgeld steht für vollgültiges gesetzliches Zahlungsmittel. Gemeint ist nur jenes Geld, das die Nationalbank in Umlauf bringt, sprich Bargeld.  Geschäftsbanken dürfen hingegen kein Geld drucken. Dennoch sind sie es, die das meiste neue Geld schaffen, das elektronische Giralgeld, das über die Kreditvergabe in Umlauf gelangt. Die Befürworter der Vollgeld-Initiative bezeichnen dies als „Geldschöpfung aus dem Nichts“. Und genau die wollen sie abschaffen.

Was das bringen soll?

Einer der Befürworter der Vollgeld-Initiative ist  Thomas Benedikter, Wirtschaftswissenschaftler und Publizist aus Frangart, der sich schon länger mit dem Thema beschäftigt. Er sagt gegenüber dem „WIKU“: „Würde das Vollgeld-System umgesetzt, würden die Finanzmärkte stabilisiert, weil sich die Banken für ihre Wertpapiergeschäfte zunächst Vollgeld besorgen müssen. Das Geldsystem als solches würde krisensicherer und stabiler. Es gäbe dann keine überschießende Giralgeldschöpfung mit nachfolgenden Krisen. Der Staat müsste auch keine privaten Banken mehr retten.“

Wie genau das funktionieren soll, was die Kritiker dazu sagen und welche Chancen die Abstimmung hat, lesen Sie im aktuellen „WIKU“, Beilage des Tagblatts "Dolomiten".
 

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