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Artikel vom Freitag, 12. Januar 2018

Freiheit für Puma

Größere Unabhängigkeit, aber auch mehr Verantwortung: Nach dem teilweisen Abschied von Mehrheitseigner Kering muss der Sportartikelhersteller Puma künftig wieder alleine laufen. Branchenexperten sehen dies durchaus positiv für die Franken.

Puma kehrt Mehrheitseigner Kering den Rücken zu.

Puma kehrt Mehrheitseigner Kering den Rücken zu. - Foto: shutterstock

Gucci, Brioni, Puma – so richtig hat der fränkische Sportartikelhersteller nie zum französischen Luxuskonzern Kering gepasst. Über eine Trennung wurde daher schon häufig spekuliert. Nun macht Kering den Schritt wahr und entlässt die Marke mit dem Raubkatzenlogo nach mehr als zehn Jahren in die Unabhängigkeit. Puma-Chef Bjørn Gulden jubelt und freut sich auf schnellere Entscheidungen. Doch ohne den großen Konzern im Rücken lastet auf den Franken auch mehr Eigenverantwortung. Branchenkenner erwarten trotzdem, dass das deutsche Unternehmen langfristig profitiert.

Die Aufteilung der Anteile von Puma

„Wir sehen für unser Geschäft bei diesem Vorhaben keine Nachteile“, sagt Gulden. Kering hielt bislang 86 Prozent an dem Unternehmen mit Sitz in Herzogenaurach. Nun wollen die Franzosen aus dem Sportmarkt aussteigen und sich auf das gewinnträchtigere Geschäft mit Mode, Schmuck und Accessoires konzentrieren. Dafür will Kering 70 Prozent der Puma-Anteile an seine eigenen Aktionäre weitergeben und selbst nur noch rund 16 Prozent behalten. Artémis, die Familienholding von Kering-Chef François-Henri Pinault, werde damit künftig etwa 29 Prozent an Puma halten.

Wie genau Kerings Puma-Anteile verteilt werden, ist noch unklar. Der Konzern will dazu bis zum 26. April einen Vorschlag vorlegen, dem die Aktionäre noch zustimmen müssen. Anschließend werde die Eigenständigkeit Pumas „sehr schnell“ gehen, sagte Gulden.
dpa

 

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