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Artikel vom Donnerstag, 12. Juli 2018

Sandalenkrieg zwischen Puma und Dolce & Gabbana

Zwei weltbekannte Firmen der Modebranche streiten sich um Badesandalen: Puma versucht, der Konkurrenz von Dolce & Gabbana den Verkauf sündhaft teurer Luxus-Badeschlapfen mit echtem Nerzfellbesatz zu verbieten. Der Vorwurf: Die Italiener hätten eine Puma-Badeschlappe kopiert.

Puma vertreibt seit einigen Jahren Badeschlapfen mit Kunstfell auf dem Riemen, entworfen von Popstar Rihanna.

Puma vertreibt seit einigen Jahren Badeschlapfen mit Kunstfell auf dem Riemen, entworfen von Popstar Rihanna. - Foto: shutterstock

Puma will nun vor dem Münchner Oberlandesgericht eine einstweilige Verfügung gegen Dolce & Gabbana erwirken.

Das Oberlandesgericht ist bereits die 2. Instanz, die sich am Donnerstag mit dem Fall beschäftigen muss. Die 1. Runde vor dem Landgericht hatte das fränkische Unternehmen verloren.

Puma-Badeschlappen von Rihanna entworfen

Puma vertreibt seit einigen Jahren Badeschlapfen mit Kunstfell auf dem Riemen, entworfen von Popstar Rihanna.

Laut OLG argumentierten die von Puma beauftragten Anwälte in der ersten Instanz, die Kombination von klassischer Badelatsche und Fellriemen habe die Badetreter „aus der Schweiß- und Umkleidekabinen-Ecke“ herausgeholt. Und andererseits sei die Fellapplikation aus der Pudel- und Chihuahua-Ecke befreit.

Badeschlappen von Dolce & Gabbana wesentlich teurer

Dolce & Gabbana dagegen wehrt sich mit dem Argument, die italienischen Badesandalen seien mit echtem Nerz besetzt, wesentlich teurer und für eine ganz andere Zielgruppe gedacht.

Denn das D&G-Produkt kostet demnach knapp 500 Euro, die Puma-Schlapfen dagegen sind sehr viel günstiger zu haben. Das Landgericht München hatte Pumas Antrag auf Erlass der einstweiligen Verfügung zurückgewiesen.

apa/dpa

 

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