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Artikel vom Freitag, 19. Juli 2019

Spanier sollen fernbleibende Deutsche auf Mallorca „ersetzen“

Der Rückgang der Buchungen aus Deutschland bereitet den Politikern auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca keine Sorgen. Schließlich steige stattdessen die Zahl der spanischen Touristen, sagte der neue Tourismusminister der Regionalregierung der Balearen, Iago Negueruela, in einem Interview der „Mallorca Zeitung“.

Der Rückgang deutscher Touristen auf Mallorca macht den Politikern Sorgen.

Der Rückgang deutscher Touristen auf Mallorca macht den Politikern Sorgen. - Foto: APA/DPA

Die Zahl der deutschen Urlauber werde laut Prognosen in der Hochsaison im Vergleich zu 2018 um 8 Prozent zurückgehen, schrieb die „Mallorca Zeitung“. „Leichte Rückgänge sind angesichts der bisherigen Rekordzahlen akzeptabel“, betonte Negueruela, räumte aber auch ein: „Natürlich sind Reiseziele wie die Türkei oder Tunesien, die sich derzeit erholen, unsere Mitbewerber.

Aber wenn in Ländern die Gefahren von Bürgerkrieg oder Terror schwinden, ist das eine gute Nachricht.“

Sauftourismus soll bekämpft werden

Der Forderung der Hoteliers nach Abschaffung der 2016 eingeführten Touristenabgabe „Ökotaxe“ erteilte der Minister eine Absage. „Das steht nicht zur Debatte.“ Negueruela betonte auch, dass man den sogenannten Sauftourismus weiter bekämpfen möchte. Es gebe auf Mallorca „zwei Problemzonen“: Der sogenannte „Ballermann“ östlich von Palma, die vor allem von Deutschen besucht wird, und die „Briten-Hochburg“ Magaluf westlich der Inselhauptstadt.

„Wir können nicht zulassen, dass dort zu jeder Tageszeit Unmengen von Alkohol zu Dumping-Preisen unter die Leute kommen“, so der Minister. Deshalb müsse man Angebote wie Pub-Crawling limitieren, „die zu einem Alkoholkonsum bis zum Umfallen (...) führen“. Der Minister stellte klar: „Einen solchen Tourismus wollen wir nicht“.

dpa

 

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