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Artikel vom Montag, 17. Juli 2017

Studie – Abbau von Problemkrediten in Italien wird lange dauern

Italiens Banken werden rund 10 Jahre brauchen, um ihre Milliardenbestände an faulen Krediten auf ein in Europa vorherrschendes Niveau abzubauen.

Italiens Banken sitzen auf 349 Milliarden Risikokrediten.

Italiens Banken sitzen auf 349 Milliarden Risikokrediten. - Foto: shutterstock

Die Schaffung einer Bad Bank, die den Instituten die Problemdarlehen abnimmt und an Investoren weiterverkauft, könnte bei der Problemlösung aber helfen, hieß es in einer am Montag publizierten Studie der US-Investmentbank Morgan Stanley.

Wegen der jahrelangen Rezession sitzen Italiens Banken auf 349 Mrd. Euro an Risikokrediten. Das ist rund ein Drittel aller Problemdarlehen in Europa. Ein nur schwaches Wirtschaftswachstum und ein überlastetes Rechtssystem erschweren es den Instituten, Gelder bei den Kreditnehmern einzusammeln.

Morgan Stanley zufolge könnte eine Bad Bank oder eine staatlich finanzierte Verwertungsgesellschaft helfen. Diese Idee wird unter anderem von der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bankenaufsicht EBA unterstützt.

Sie stößt aber auf wenig Gegenliebe in Deutschland, wo der Einsatz von Steuergeldern kritisch gesehen wird.

apa/reuters

 

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