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Artikel vom Montag, 16. April 2018

Venezianische Karmeliten stellen Wein aus ihrem Kloster vor

Zwischen Geschichte und Spiritualität: Bei der bis Mittwoch laufenden Weinmesse „Vinitaly“ in Verona ist am Montag erstmals Wein aus dem Garten eines Karmelitenklosters in Venedig vorgestellt worden. Zwei Karmeliten präsentierten vor laufenden Kameras ihren Rot- und Weißwein, der mit Rebsorten aus alter venezianischer Tradition hergestellt wurde.

Im Garten des Karmelitenklosters am Canal Grande, in dem der letzte Doge Venedigs, Lodovico Manin, begraben ist, wurden 1.400 Flaschen Wein aus Rebsorten hergestellt, die im Venedig des 17. Jahrhunderts für die Weinproduktion verwendet wurden. - Foto: Facebook

Im Garten des Karmelitenklosters am Canal Grande, in dem der letzte Doge Venedigs, Lodovico Manin, begraben ist, wurden 1.400 Flaschen Wein aus Rebsorten hergestellt, die im Venedig des 17. Jahrhunderts für die Weinproduktion verwendet wurden. - Foto: Facebook

Im Garten des Karmelitenklosters am Canal Grande, in dem der letzte Doge Venedigs, Lodovico Manin, begraben ist, wurden 1.400 Flaschen Wein aus Rebsorten hergestellt, die im Venedig des 17. Jahrhunderts für die Weinproduktion verwendet wurden. Auf den Etiketten der Flaschen ist ein Bild des Klosters zu sehen. „Wegen ihrer einzigartigen Geschichte sind diese Weinflaschen ein Unikum. Ich bin auf diesen Wein besonders stolz“, berichtete der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, am Montag.

Eine Gruppe von Önologen des Konsortiums der Weinproduzenten Venedigs hatte vor einigen Jahren mit Experten der Universitäten von Padua und Mailand ein Forschungsprojekt gestartet. Es ging darum, Herkunft und Eigenschaften der alten Reben zu erkunden, die sich in der Stadt und auf den Inseln der Lagune befinden. Ziel des Projekts, das die Experten scherzhaft als „Öno-Archäologie“ bezeichnen, ist es, die Eigenschaften der Rebsorten vom genetischen Standpunkt aus zu überprüfen, ihre Herkunft herauszufinden und ihre Widerstandsfähigkeit zu testen.

Um das Aussterben alter Reben zu verhindern, wurden zwei Weinberge mit den wiederentdeckten Sorten bepflanzt. Einer befindet sich auf der Insel San Giovanni nahe der Insel Torcello an dem Ort, wo einst eine dem Heiligen Johannes gewidmete Kirche stand. Der zweite Weinberg wurde im Garten des Karmelitenklosters angelegt. In der Vergangenheit war es in Klöstern üblich, Wein für die Sonntagsmesse und für den Konsum der Mönche herzustellen.

apa

 

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