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Artikel vom Freitag, 9. November 2018

„Die Beratung war Gold wert“

Ökoinstitut-Geschäftsführerin Irene Senfter über die Umwandlung des Vereins in eine Arbeitsgenossenschaft und was Friedrich Wilhelm Raiffeisen mit Hans Glauber verbindet.

Der Verwaltungsrat des Ökoninstitutes bei einer Klausur

Der Verwaltungsrat des Ökoninstitutes bei einer Klausur

Irene Senfter, Geschäftsführerin des Ökoinstitutes

Irene Senfter, Geschäftsführerin des Ökoinstitutes

Das Ökoinstitut hat sich von einem Verein in eine Arbeitsgenossenschaft umgewandelt. Warum?

Im Ökoinstitut ist die Nähe zwischen den rechtlich Verantwortlichen und den „Operativen“ sehr wichtig. Weil unser Vorstand im März 2018 den Eindruck hatte, dass dies mit der Vereinsform nur noch schwierig zu erreichen sei, trafen wir die Entscheidung, aus dem Verein eine Genossenschaft zu machen. Unter vielen Gesichtspunkten hatten wir ohnehin schon wie eine Genossenschaft funktioniert:
Wichtige strategische Entscheidungen haben wir im Team getroffen und unsere Hierarchie war schon immer eine sehr flache.

Nach diesem Entschluss haben Sie die Start-Up-Beratung des Raiffeisenverbandes in Anspruch genommen.

Die Beratung war Gold wert. Wir haben ja keine neue Genossenschaft gegründet, sondern eine sogenannte Umwandlung vorgenommen. Wir wollten als Betrieb mit zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern formal eins zu eins vom Verein in eine Genossenschaft übergeführt werden. Die Start-Up-Beratung hat uns zusammen mit der Steuerabteilung und der Lohnabteilung des Raiffeisenverbands sehr unterstützt, sodass wir das problemlos schaffen konnten.

An der Ausrichtung des Ökoinstituts hat sich nichts geändert. Welche Ziele verfolgt die neue Genossenschaft?

Wir versuchen Ökologie und Ökonomie zusammenzuführen und tun das mit Projekten in den Bereichen Mobilität, Energieeffizienz, nachhaltiger Tourismus, Lebensstile und Umweltbildung in den Schulen. Im neuen Statut haben wir uns jetzt noch breiter aufgestellt und können unsere Ziele mit zahlreichen Formen von Beratung und Dienstleistung erreichen.

Welche konkreten Projekte setzt das Ökoinstitut derzeit um?

Wir haben eine Ausschreibung der Umweltagentur des Landes gewonnen und dürfen in den nächsten drei Jahren landesweit Projekte zur Umweltbildung an den Südtiroler Schulen durchführen. Darauf sind wir sehr stolz. Wir betreuen im Trentino seit drei Jahren und in Südtirol das fünfte Jahr den Fahrradwettbewerb, an dem hierzulande 2018 fast 4.000 Menschen teilgenommen haben. Wichtig ist auch das Projekt KlimaGemeinde, mit dem wir Südtiroler Gemeinden bei der Einführung und Umsetzung eines nachhaltigen Energie- und Umweltmanagement-systems unterstützen.
Seit Anfang 2018 betreuen wir außerdem das EU-Projekt OnTour - ein Vorhaben, bei dem es um Nachhaltigkeit im Tourismus geht. Hier arbeiten wir eng mit den Beherbergungsbetrieben zusammen und entwickeln konkrete Maßnahmen.

Die Raiffeisen-Welt feiert dieses Jahr den 200. Geburtstag ihres Namensgebers Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Was verbindet das Ökoinstitut mit dem Jubilar?

Ich glaube, dass Friedrich Wilhelm Raiffeisen und unser Gründervater Hans Glauber denselben Ansatz verfolgt haben. Denn im Sinne Raiffeisens ist man dann wirtschaftlich erfolgreich, wenn man sowohl
ökologische als auch soziale Aspekte mit einbezieht – und genau das ist unser Leitgedanke.

 

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