Freitag, 22. Juli 2016

1 Jahr nach dem Horror-Crash: So geht es Maximilian heute

Ein Überholmanöver, ein Crash, eine Beinamputation. Am 21. Juli 2015 verlor Maximilian Huber aus Montal bei einem Motorradunfall seinen rechten Unterschenkel. Ein Jahr danach kehrt er an jenen Ort zurück, der alles änderte. Ein neues Leben.

Nach einem Jahr zurück: Maximilian Huber am Unfallort. Unter diese Leitplanke krachte er damals durch. - Foto: Facebook/Maximilian Huber
Badge Local
Nach einem Jahr zurück: Maximilian Huber am Unfallort. Unter diese Leitplanke krachte er damals durch. - Foto: Facebook/Maximilian Huber

Sein Unterschenkel ist unwiederbringlich verloren. Bei einem Überholmanöver mit dem Motorrad am 21. Juli 2015 verletzte sich der damals 22-jährige Huber derart schwer, dass sein Unterschenkel nicht mehr gerettet werden konnte.

Huber lebt heute mit einer Prothese – und von seinem unsagbaren Optimismus, der Südtirol schon vor einem Jahr begeisterte. Gerade einmal 2 Tage nach dem schweren Unfall war es nicht Verzweiflung, die aus Hubers Worten sprach, sondern Dankbarkeit und Hoffnung (STOL berichtete). Auf Facebook schrieb er damals: "Ich glaube, der 21. Juli ist mein zweiter Geburtstag."

"Eine ordentlicha Watsche"

Seinen zweiten Geburtstag beging Maximilian Huber am Donnerstag zum ersten Mal. Mit Prothese ging er an jenen Ort zurück, an dem für ihn vor einem Jahr alles neu begann.

„Mit so an riesn Einschnitt im Lebm rechnt man et“, schreibt er danach auf Facebook. „Des isch a ordentlicha Watsche und do weart man amo afn Bodn fa do Realität zrugholt. Boll die oanfochstn Sochn afoamo nimma gian odo nimma do sein, noa woaß man donoch die banalstn Dinge mehr als la zi schätzn. Noa kimmp man drau, wos wirklich wichtig isch im Lebm.“

„Jednfolls hom mi de Rückschläge viel reifa und erfohrena gimocht und i hon draus gilernt“, schreibt Huber. Seine bemerkenswert positive Einstellung hat er bis zum heutigen Tag nie verloren. „Is Lebm isch des wos man draus mocht!! I bin glücklich und bin froah des zi hom wos i hon!“

stol

___________________________________________________________

Einen Rückblick auf das bewegte Jahr von Maximilian Huber lesen Sie in der Sonntagszeitung "Zett".

stol