Dienstag, 29. Dezember 2020

10 Jahre HELI-Flugrettung Südtirol

Seit fast 35 Jahren gibt es die Südtiroler Flugrettung – und ist aus der Rettungskette des Landes nicht mehr wegzudenken. Seit 10 Jahren zeichnet der Verein „HELI – Flugrettung Südtirol“ für die Trägerschaft dieses wertvollen Dienstes verantwortlich. Kürzlich wurde dieses Jubiläum im engsten Kreis begangen – unter Einhaltung aller Bestimmungen.

„HELI Flugrettung Südtirol“ feiert sein 10-jähriges Bestehen.
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„HELI Flugrettung Südtirol“ feiert sein 10-jähriges Bestehen. - Foto: © HELI Flugrettung Südtirol
Mittlerweile stehen 4 Notarzthubschrauber zur Verfügung, die Pelikane 1 und 2, die das ganze Jahr über im Dienst stehen, sowie der Aiut Alpin Dolomites und der Pelikan 3, die saisonal ausrücken.

Bei einer Sitzung des technischen Beirats, bei der die Gremiumsmitglieder entweder online oder physisch zugegen waren, erinnerte man an die „HELI“-Gründung.



„Unser Verein ist nicht nur der Trägerverein der Südtiroler Flugrettung, sondern zeugt auch von der guten Zusammenarbeit zwischen den involvierten Organisationen“, sagt „HELI“-Präsident Georg Rammlmair. „Gemeinsam haben wir diesen wichtigen Dienst auf- und ausgebaut.“

HELI-Direktor Ivo Bonamico ergänzt: „Sehr wertvoll ist auch das Vertrauen, das uns die Landesregierung schenkt. Wir unsererseits bemühen uns, möglichst kostengünstig einen optimalen Flugrettungsdienst zu gewährleisten, was uns bis heute gelungen ist.“

Von 1991 bis 2010 gab es die Arbeitsgemeinschaft Flugrettung, die im Auftrag der Landesregierung für den Flugrettungsdienst zu sorgen hatte. Von diesem Zeitpunkt an saßen neben dem Weißen Kreuz auch der Alpenverein Südtirol (AVS), der Bergrettungsdienst im AVS, der italienische Alpenverein (CAI) und die Südtiroler Berg- und Höhlenrettung des CNSAS im Boot der Landesflugrettung.

Die Gründung der Arbeitsgemeinschaft war ein bedeutender Schritt in Richtung professioneller Flugrettung in Südtirol. Nicht nur, dass damit sämtliche Rettungsdienste in einem Gremium vertreten waren, und damit die Grundlage für langfristige Zusammenarbeit gelegt wurde, auch Rettungsabläufe und Alarmierungsprozesse konnten dank dieses Zusammenschlusses vereinheitlicht und auf einen internationalen Standard gebracht werden.

Mit der Gründung des neuen Vereins wurde die formale Verantwortung an einen juridischen Träger gebunden und damit das Weiße Kreuz und deren Verantwortliche von einer möglichen persönlichen Haftung befreit.

Mittlerweile ist man bereits dabei, aufgrund der Reform des dritten Sektors eine neue juridische Form für den Verein „HELI“ zu finden. Georg Rammlmair ist seit der Gründung Präsident des Vereins; Ivo Bonamico ist seit 10 Jahren Direktor. Derzeit bekleidet Giorgio Gajer das Amt des Vizepräsidenten; Ernst Winkler ist einfaches Vorstandsmitglied.

Für die medizinische Leitung ist Marc Kaufmann verantwortlich, der Primar des Dienstes für Rettungs- und Notfallmedizin des Südtiroler Sanitätsbetriebs. Für die Verwaltung nutzt man die Strukturen des Weißen Kreuzes, so wie es schon in den Zeiten der Arbeitsgemeinschaft der Fall war.

Errungenschaften in den 10 Jahren waren unter anderem die Inbetriebnahme des Pelikan 3 mit Standort in Laas, die Tagesrandflüge, die auch Einsätze in der Dunkelheit ermöglichen, die neue Einsatzkleidung für die medizinische Crew der Pelikane, der Wechsel zum Hubschrauber Airbus H145 (BK-117D2) auf den Pelikan-Basen und die Erneuerung der Konvention.

stol