Donnerstag, 11. März 2021

10 Jahre nach Fukushima-Katastrophe: Schweigeminute

In Japan haben die Menschen am Donnerstag der Tsunami- und Reaktorkatastrophe in Fukushima vor 10 Jahren gedacht.

10 Jahre nach der Katastrophe von Fukushima gedachte Japan der Verstorbenen.
10 Jahre nach der Katastrophe von Fukushima gedachte Japan der Verstorbenen. - Foto: © APA (AFP) / CHARLY TRIBALLEAU
Um 14.46 Uhr (Ortszeit) hielten die Menschen im ganzen Land für eine Schweigeminute inne, um an den Moment zu erinnern, als am 11. März 2011 ein Beben der Stärke 9,0 die Nordostküste Japans erschütterte.

Infolge des schweren Erdbebens und des darauffolgenden Tsunamis ereignete sich das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986.

Das am Meer gelegene Atomkraftwerk Fukushima wurde von einer fast 15 Meter hohen Wasserwand getroffen. Die Folge: Das Kühlsystem des Kraftwerks fiel aus, in 3 der 6 Reaktoren kam es zur Kernschmelze. Die Katastrophe verwandelte umliegende Orte in Geisterstädte.

Bei der Dreifach-Katastrophe sind die meisten Opfer auf den Tsunami zurückzuführen.

Bis Dezember 2020 zählte die japanische Polizei 15.899 Todesfälle und 2527 Vermisste. Mehr als 6000 weitere Menschen erlitten durch Beben und Tsunami Verletzungen, andere starben während oder nach der Evakuierung des Katastrophengebiets.

apa

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