Dienstag, 07. Juli 2015

10 Jahre U-Bahn-Attentat: London gedenkt der Opfer

Vor zehn Jahren ermordeten Islamisten bei Anschlägen auf die U-Bahn und einen Bus in London mehr als 50 Menschen.

London gedachte der Opfer.
London gedachte der Opfer.

„Zehn Jahre mögen vergangen sein, aber unsere Erinnerung ist frisch“, schrieb Londons Bürgermeister Boris Johnson auf eine Kondolenzkarte.

Mit Gottesdiensten, Kranzniederlegungen und Schweigeminuten an den betroffenen U-Bahn-Stationen hat Großbritannien am Dienstag der Opfer gedacht.

 

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Auch in Stadien gab es Schweigeminuten und Gottesdienste

Einer der schlimmsten Anschläge

Vor zehn Jahren hatten vier Selbstmordattentäter morgens mehrere Sprengsätze gezündet. Dabei rissen sie mehr als 50 Menschen mit in den Tod, rund 700 wurden verletzt.

Ermittlungen ergaben, dass die Attentäter zum Terrornetzwerk Al-Kaida gehörten. Es war eine der schrecklichsten Terrorattacken nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den Vereinigten Staaten.

Gemeinsam für eine friedvollere Welt

Anlässlich des Jahrestages hatten sich zahlreiche religionsübergreifende Initiativen aus Christen, Juden und Muslimen zusammen gefunden. Gemeinsam gedachten sie der Betroffenen und wollten gegen die Anwendung terroristischer Gewalt kämpfen.

 

Menschen in London versammelten sich im Gedenken an die Opfer.

Die Religionen seien vereint, „in dem Entschluss, das Übel des Terrorismus zu überwinden“, sagte der anglikanische Bischof von London, Richard Chartres.

Cameron gibt zu bedenken, dass die Bedrohung durch den Terrorismus nach wie vor vorhanden sei. Dabei habe er vor allem den jüngsten Anschlag in Tunesien im Kopf, bei dem 38 Urlauber ums Leben kamen.

apa/dpa

stol