Roland Owexer, der Bauer vom Göbelerhof in Margen bei Terenten, hoffte, heuer noch einmal davonzukommen. Doch er hoffte umsonst: In den vergangenen Tagen hat er mindestens die Hälfte seiner Schafe und Lämmer an den Wolf verloren.<BR /><BR />12 Schafe und Lämmer hatte Owexer aufgetrieben. Zusammen mit Schafen anderer Bauern bildeten sie eine Herde von 32 Tieren. Sie weideten seit Mitte Juni im Talschluss des Terententals im Bereich der Kompfoss-seen. Bis zur Vorwoche war die Herde von den Wölfen verschont geblieben. „Am Hochunserfrauentag waren noch alle Schafe am Leben“, erzählt der Bauer.<BR /><BR />„Danach muss es dann passiert sein.“ Denn bald darauf wurden den Bauern Bilder ihrer toten Schafe zugeschickt. „Am Freitag sind wir dann auf die Alm, die Herde aber haben wir nicht gefunden.“ Stattdessen fanden sie 2 tote Schafe. 6 weitere tote Tiere wurden am Samstag entdeckt und am Montag wurde noch ein weiteres Schaf ausfindig gemacht – alle im Bereich der Gruppachspitzen zwischen Pfunders und Terenten. Macht insgesamt 9 tote Tiere. Diese Zahl ist auch von der Forstbehörde bestätigt worden.<BR /><BR />Wo das zehnte Tier ist, wissen die Bauern nicht. Denn in der Zwischenzeit wurde die Herde ausfindig gemacht – und sie besteht nur mehr aus 22 Tieren. „Sie ist zuoberst auf der Eidechsspitze“, erzählt Owexer. Die Tiere seien völlig verängstigt. Sie ins Tal zu bringen, sei derzeit so gut wie unmöglich, weil sie niemanden an sich heranlassen.<BR /><BR />Er fürchtet vielmehr, dass auch noch all die anderen Schafe den Wölfen zum Opfer fallen, die damit jahrelange Erfolge seiner Schafzucht zunichte machen. „Tiere, die ich selbst aufgezogen habe, jetzt tot daliegen zu sehen – mit durchgebissenen Kehlen und wild zugerichtet, das tut unheimlich weh“, sagt er. „Jetzt muss ich wieder von vorne beginnen.“ Die Entschädigungen, die für die Schafe ausbezahlt werden, helfen da nichts.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="930580_image" /></div> <BR />Auch auf der Grünbachalm in Kiens hat es einen Wolfsriss gegeben. Hier ist innerhalb eines Monats bereits das zweite Kalb Wölfen zum Opfer gefallen, wie die Forstverwaltung bestätigt. Vom 16. auf den 17. August wurde das 10 Monate alte Kalb des Bauern Raphael Gasteiger vom Roanerhof in Greinwalden/Pfalzen totgebissen.<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/tag/Gro%C3%9Fraubtiere" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Mehr zum Problem mit den Großraubtieren lesen Sie hier. </a>