Dienstag, 21. August 2018

10 Wanderer bei Sturzflut in Kalabrien ums Leben gekommen

Bei einer plötzlichen Sturzflut in einer Schlucht in Süditalien sind 10 Ausflügler ums Leben gekommen. Unter den Toten seien 4 Frauen und 4 Männer, sagte eine Sprecherin des Zivilschutzes der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend. Insgesamt wurden 23 Menschen gerettet. 5 weitere werden vermisst.

Die Suche nach Überlebenden dauert an. - Foto: APA (AFP)
Die Suche nach Überlebenden dauert an. - Foto: APA (AFP)

6 Personen seien verletzt, ein Kind sei wegen Unterkühlung ins Krankenhaus geflogen worden, wie die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Präfektur berichtete. 5 Menschen galten noch als vermisst, die Suche dauert an.

Das Unglück ereignete sich in der Raganello-Schlucht nahe der Berggemeinde Civita in der Region Kalabrien. Starker Regen hatte den Fluss in der Schlucht anschwellen lassen, berichteten italienische Medien. Die Ausflügler seien von dem Hochwasser überrascht und teilweise mitgerissen worden.

Auch Kinder unter Vermissten

Unter den Vermissten sind auch 2 Kinder. Es habe zwei Wandergruppen mit jeweils 18 Menschen gegeben. Der Zivilschutz sprach von drei Gruppen. Zwar werden dort geführte Touren angeboten. Der Canyon im Nationalpark Pollino ist aber frei zugänglich.

Die Tageszeitung „La Repubblica” berichtete online, dass es einigen gelungen sei, sich an den Klippen in Sicherheit zu bringen. Der Canyon ist der Gemeinde Civita zufolge 13 Kilometer lang und mit glasklarem Wasser und spektakulären Felsformationen ein beliebter Ausflugsort für Touristen. Die Schlucht ist einem privaten Touren-Anbieter zufolge bis zu 400 Meter tief.

afp/apa/dpa/ag.

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stol