Samstag, 03. Oktober 2020

1000 Feuerwehrleute im Einsatz

Für die Sicherheit der Bevölkerung stehen am heutigen Samstag rund 1000 Feuerwehrleute landesweit im Einsatz. Die Hochwasserlage an der Etsch hat sich nach den starken Regenfällen gegen Abend zugespitzt.

Feuerwehren in Südtirol im Dauereinsatz.
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Feuerwehren in Südtirol im Dauereinsatz. - Foto: © lfvbz
Die Freiwilligen Feuerwehren im Bezirk Meran – Ultental und Passeiertal – und im Bezirk Bozen – Grödental und Eggental – sind zu mehreren Einsätzen nach umgestürzten Bäumen, Steinschlägen, Erdrutschen und Überschwemmungen ausgerückt, berichtet der Landesfeuerwehrverband.

62 Freiwillige Feuerwehren mit 1000 Feuerwehrleuten standen vor allem in den Bezirken Meran und Bozen im Einsatz. Der Hochwasserdienst an der Etsch wurde aktiviert, Feuerwehrleute patrouillieren am Etschufer.



Auch alle Straßenwärter vom Straßendienst des Landes waren im Einsatz und arbeiten weiter, um die Straßen befahrbar zu machen.


Weiterhin angespannte Situation an der Etsch

Die Etsch drohte zwischen Terlan und Siebeneich überzugehen. Überflutet wurde allerdings nur der Radweg. Über Nacht werden die kritischen Punkte von den Einsatzkräften beobachtet.

2 Bahnlinien und mehrere Straßen gesperrt

Unter anderem wurden die Zugstrecken zwischen Bozen und Meran sowie bei Olang im Pustertal gesperrt. Ebenso zu sind ein Teil der MeBo und mehrere Landesstraßen. (STOL hat berichtet)

Murenabgänge, verlegte Straßen, reißende Bäche

In vielen Teilen des Landes sind mehrere Muren abgegangen. Teile des Passeiertals waren von der Außenwelt abgeschnitten. Aufnahmen zeigen die schrecklichen Folgen der Unwetter.

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70 bis 175 Liter pro Quadratmeter Niederschlag

In den Südstaulagen sind in diesen Stunden 70 bis 175 Liter pro Quadratmeter Niederschlag gefallen. Spitzenreiter sind St. Walburg/Ulten (220,5 l/m²) und Pfelders/Passeier (198,8 l/m²).

Am wenigsten geregnet hat es im Schutz der Dolomiten, sprich von Bozen, übers Eisacktal bis in den Raum Bruneck. Dort fielen meist nur 5-15 l/m²


Aufmerksamkeitsstufe Alfa bis Sonntag, 13 Uhr

Die Agentur für Bevölkerungsschutz hatte am Donnerstag die Aufmerksamkeitsstufe Alfa ausgerufen, da in der Nacht auf Samstag besonders in den Südstaulagen ergiebige Niederschläge vorausgesagt worden waren, die auch eingetreten sind. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, aufmerksam zu sein und nicht unbedingt notwendige Fahrten mit dem Auto zu vermeiden. Auch dieser Aufruf trägt zur Verhinderung gefährlicher Situationen bei, da potentielle Gefahren erkannt und Risiken vermieden werden können.

jot