Donnerstag, 26. März 2020

104 Sanitäter aus Russland in Bergamo eingetroffen

Eine Delegation aus 104 russischen Krankenpflegern und Ärzten ist in der lombardischen Stadt Bergamo eingetroffen. Die Sanitäter sollen in einem provisorischen Krankenhaus eingesetzt werden, das derzeit auf dem Messegelände der Stadt aufgebaut und kommende Woche eingeweiht wird.

Bergamo ist die von der Epidemie in Italien am stärksten betroffene Stadt.
Bergamo ist die von der Epidemie in Italien am stärksten betroffene Stadt. - Foto: © ANSA / Andrea Fasani
„Die Arbeiten für die Errichtung des Krankenhauses werden Tag und Nacht fortgesetzt. Unser Ziel ist, dass das Spital so schnell wie möglich funktionieren kann“, sagte der lombardische Beauftragte für den Zivilschutz Pietro Foroni. Bergamo ist die von der Epidemie in Italien am stärksten betroffene Stadt.

Er dankte der russischen Regierung für die Hilfe. „Es handelt sich um eine konkrete Unterstützung im Kampf gegen einen unsichtbaren Feind, den man nur geschlossen besiegen könne“, sagte Foroni.

„Unser Gesundheitssystem gibt exzellente Antworten. Wir haben die Zahl der Betten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser verdoppelt. 10 Prozent der Coronavirus-Infizierten müssen auf der Intensivstationen behandelt werden. Ich bitte um Hilfe aus dem Ausland. Viele Länder haben uns bereits geholfen, ich bitte, uns weiterhin zu unterstützen“, sagte der lombardische Präsident Attilio Fontana.

„Wir bemühen uns, auf die Bedürfnisse aller Bürger zu reagieren, wir müssen jedoch dafür sorgen, dass die Zahl der Infizierten zurückgeht. Unsere Ärzte und Krankenpfleger sind am Ende ihrer Kräfte. Sie arbeiten unter unglaublicher Bedingungen“, sagte Fontana.

apa

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