Sonntag, 11. Februar 2018

11.2. oder 112: Europa macht auf den Notruf aufmerksam

Sie ist in allen EU-Staaten erster Rettungsanker in Notsituationen: Die Notrufnummer 112. Um auf deren Wichtigkeit aufmerksam zu machen, wurde ihr mit dem 11. Februar eines jeden Jahres ein eigener "Gedenktag" gewidmet.

Auch in Südtirol gilt seit Oktober die einheitliche Notrufnummer 112.
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Auch in Südtirol gilt seit Oktober die einheitliche Notrufnummer 112. - Foto: © shutterstock

Das Datum für den Europäischen Tag des Notrufs kommt nicht von ungefähr, sondern enthält bereits die alles entscheidende Nummer. Der 11.2. eines jeden Jahres soll dazu beitragen, jene 3 Ziffern im Gedächtnis der Bevölkerung zu verankern, die im Notfall wirklich zählen. 

Ins Leben gerufen wurde der "Gedenktag" im Jahr 2009 auf Beschluss des EU-Parlaments, des Rates der Europäischen Union sowie der EU-Kommission. Die europaweite Notrufnummer selbst gilt hingegen bereits seit dem Jahr 1991 und ist seit 2008 von beinahe allen Fest- und Mobilfunknetzen aus kostenlos erreichbar. 

Und: Die 112 ist nicht nur in den EU-Staaten erste Anlaufstelle bei Notfällen aller Art. Auch in der Schweiz, in Island und in Norwegen sowie in mehreren EU-Nachbarstaaten setzt man auf die 3 Ziffern. 

In Südtirol seit Oktober 2017 einheitlicher Notruf

Hierzulande war bis zum Herbst des Vorjahres hingegen alles noch ein wenig anders. Wählte man nämlich in Südtirol die 112, wurde man in die Einsatzzentrale der Carabinieri weitergeleitet. Die Rettung war hingegen unter der 118 zu erreichen, mit der 113 kam man zur Staatspolizei und bei Brandkatastrophen und dergleichen war die 115 die richtige Nummer.

Am 17. Oktober wurde dann aber gehörig Ordnung gemacht. Seither kann auch in Südtirol in Notfällen die 112 für alle Belange gewählt werden. Die Anrufer werden anschließend von der Notrufzentrale an die jeweils zuständigen Behörden weitergeleitet. 

Notfall - Was tun?

Sollte es tatsächlich zu diesem Ernstfall kommen, so ist schnelle und effektive Kommunikation gefragt. Für die Diensthabenden der Einsatzzentrale sind deshalb einige präzise Informationen von großer Bedeutung, um das Geschehene richtig einordnen und die Rettungskette in Gang setzen zu können. Die Anrufer können sich dabei an den bekannten W-Fragen orientieren:

WO ist es passiert?
WAS ist geschehen?
WIE VIELE Verletzte/Geschädigte gibt es bzw. sind involviert?
WELCHE ART der Verletzung liegt vor?
WER meldet den Notfall?

stol/deb 

stol